Morgen öffnet ASML die Bücher für das erste Quartal 2026. Die Auftragsbücher des niederländischen Lithographie-Riesen sind mit fast 39 Milliarden Euro prall gefüllt. Parallel dazu überschattet eine neue politische Drohung aus Washington die anstehende Bilanzpräsentation.
Das Risiko namens MATCH Act
Anfang April brachten US-Gesetzgeber einen überparteilichen Gesetzesentwurf ein. Der sogenannte MATCH Act zielt direkt auf das verbliebene China-Geschäft von ASML ab. Konkret sollen Verkauf und Wartung von DUV-Lithographiemaschinen an chinesische Hersteller wie SMIC oder Huawei verboten werden. Bislang durfte ASML diese Anlagen für weniger fortschrittliche Chips noch nach Asien liefern.
Die Börse reagierte prompt auf den Vorstoß. Nach Bekanntwerden der Pläne gab der Kurs um 2,6 Prozent nach. Analysten von JPMorgan schätzen, dass die neuen Restriktionen den Gewinn je Aktie um bis zu 10 Prozent drücken könnten. Dabei schrumpft der chinesische Umsatzanteil ohnehin. Bereits im Januar prognostizierte das Management einen Rückgang von 33 Prozent im Vorjahr auf rund 20 Prozent für 2026.
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Volle Kassen und Aktienrückkäufe
Abseits der geopolitischen Störfeuer läuft das operative Geschäft auf Hochtouren. Für das abgelaufene Quartal rechnet der Markt mit einem Umsatz von knapp 8,4 Milliarden Euro. Das entspricht einem Plus von fast neun Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Aktie spiegelt diese fundamentale Stärke wider. Mit einem gestrigen Schlusskurs von 1.260,40 Euro notiert das Papier nur knapp drei Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch.
Ein Grund für die Stabilität ist das laufende Aktienrückkaufprogramm. Der Konzern stützt den Kurs kontinuierlich. Allein zwischen dem 7. und 10. April erwarb ASML eigene Papiere im Wert von fast 98 Millionen Euro.
Blick auf die kommenden Tage
Die morgige Telefonkonferenz um 15:00 Uhr MEZ liefert die nächsten harten Fakten. Investoren achten besonders auf den Auftragseingang bei den teuren EUV-Systemen und die Geschwindigkeit, mit der ASML seinen Milliarden-Backlog abarbeitet. Bereits am Donnerstag folgt der nächste wichtige Termin für den gesamten Halbleitersektor, wenn der Großkunde TSMC seine Quartalsergebnisse präsentiert.
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