Der Halbleiterausrüster ASML sendet gleich mehrere positive Signale an seine Investoren. Während eine kräftige Dividendenerhöhung das Vertrauen des Managements in die eigene Finanzkraft unterstreicht, passen Großbanken ihre langfristigen Prognosen nach oben an. Besonders die hohe Nachfrage von Speicherchip-Herstellern rückt dabei als neuer Wachstumstreiber in den Fokus.
Analysten von Morgan Stanley blicken deutlich optimistischer auf die kommenden Jahre. In einer aktuellen Studie hob die Investmentbank ihre Schätzungen für die Auslieferung der hochkomplexen EUV-Lithografiesysteme für 2027 an. Hauptgrund für diese Anpassung sind steigende Investitionen von Speicherchip-Produzenten wie Micron sowie fortlaufende Kapazitätserweiterungen bei TSMC. Zwar sehen die Experten für das laufende Jahr nur begrenztes Aufwärtspotenzial, da sich die Nachfrage auf das zweite Halbjahr konzentriert. Langfristig festigt der Speichersektor jedoch seine Rolle als zentraler Wachstumsmotor für die Niederländer.
Parallel zu den positiven Aussichten lässt ASML seine Aktionäre direkter am Geschäftserfolg teilhaben. Das Unternehmen kündigte am Mittwoch eine deutliche Anhebung der Quartalsdividende auf 3,1771 US-Dollar je Aktie an. Zusätzlich stützt ein Aktienrückkaufprogramm den Kurs: Allein Mitte März erwarb der Konzern Papiere im Wert von knapp 125 Millionen Euro zu einem Durchschnittspreis von rund 1.184 Euro. Diese Maßnahmen spiegeln sich in der soliden Marktperformance wider. Seit Jahresbeginn verzeichnet das Papier ein Plus von gut 22 Prozent und notiert aktuell bei 1.211,60 Euro.
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Geografische Verschiebung und Lieferketten
Ein Blick auf die Absatzmärkte zeigt derweil eine erwartete Normalisierung. Wegen strengerer Exportbeschränkungen dürfte der Umsatzanteil in China im Jahr 2026 auf 21 Prozent sinken. Gleichzeitig entspannt sich die Lage bei wichtigen Zulieferern. Engpässe beim Optik-Spezialisten Carl Zeiss, die zuvor die Auslieferung bestimmter DUV-Systeme bremsten, lösen sich zunehmend auf. Eine bessere Verfügbarkeit kritischer Komponenten soll die Produktionsabläufe in der zweiten Jahreshälfte stabilisieren.
Blick auf die Quartalszahlen
Die nächsten konkreten Anhaltspunkte zur operativen Entwicklung liefert ASML am 15. April 2026 mit den Ergebnissen für das erste Quartal. Das Management stellte zuletzt einen Nettoumsatz zwischen 8,2 und 8,9 Milliarden Euro bei einer Bruttomarge von bis zu 53 Prozent in Aussicht. Morgan Stanley rechnet damit, dass der Ausrüster das obere Ende dieser Spanne erreichen wird.
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