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ASML Aktie: Hohe Erwartungen

Führende Investmentbanken haben ihre Kursziele für den Halbleiterausrüster ASML angehoben. Das Wachstum wird jedoch durch Exportbeschränkungen in China und eine hohe Bewertung herausgefordert.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Mehrere Banken erhöhen Kursziele auf bis zu 1.331 US-Dollar
  • China-Umsätze sinken deutlich nach Exportkontrollen
  • KI-Boom treibt Investitionen in Halbleiterfertigung an
  • Aktie mit KGV von 37,6 hoch bewertet

ASML startet mit klarer Rückenstütze von Analysten ins neue Jahr, gleichzeitig wachsen die Unsicherheiten rund um China und Exportbeschränkungen. Der Kurs um 1.070 US‑Dollar spiegelt eine hohe Bewertung wider, doch viele Häuser trauen dem Titel 2026 weitere Gewinne zu. Wie solide ist dieses Vertrauen vor dem Hintergrund der geopolitischen Risiken?

Deutlich höhere Kursziele vor Zahlen

Mehrere Investmentbanken haben in den vergangenen Wochen ihre Kursziele für ASML angehoben und damit ein positives Signal zur weiteren Entwicklung gesetzt.

  • Bank of America: Kursziel auf 1.331 US‑Dollar erhöht (zuvor 1.134), Rating „Buy“
  • Citi: Kursziel auf 1.200 Euro angehoben (zuvor 1.050), Rating „Buy“
  • Deutsche Bank: Kursziel auf 1.150 Euro erhöht (zuvor 1.000), Rating „Buy“
  • Mizuho: Hochstufung von „Neutral“ auf „Outperform“
  • Erste Group Bank: Hochstufung von „Hold“ auf „Buy“

Im Durchschnitt liegt das Konsenskursziel aktuell bei rund 1.171,83 US‑Dollar, die Einstufung lautet „Moderate Buy“. Trotz der bereits starken Kursentwicklung sehen viele Analysten damit noch begrenztes Aufwärtspotenzial.

Institutionelle Bewegungen und Bewertungsniveau

Auf der institutionellen Seite zeigen aktuelle Meldungen ein gemischtes Bild. Calamos Advisors LLC hat im dritten Quartal seine Position um 25,8 % reduziert und 3.213 Aktien verkauft. Der Bestand liegt nun bei 9.238 Aktien mit einem Gegenwert von rund 8,94 Mio. US‑Dollar.

Trotz solcher Teilgewinnmitnahmen war 2025 für den Titel ein starkes Jahr: Die Aktie legte um 55 % zu und lag damit deutlich über dem Anstieg des AEX‑Index von 8,27 %. Die Marktkapitalisierung beläuft sich derzeit auf etwa 420 Mrd. US‑Dollar, das Kurs-Gewinn-Verhältnis auf Basis der vergangenen zwölf Monate liegt bei rund 37,6.

China als Belastungsfaktor für 2026

Eine zentrale Herausforderung bleibt das Geschäft in China. Im dritten Quartal 2025 entfielen rund 42 % des Konzernumsatzes auf die Volksrepublik. Gleichzeitig gingen die Erlöse dort im Jahresvergleich um etwa 23,6 % zurück, nachdem Exportkontrollen für fortgeschrittene DUV- und EUV‑Belichtungssysteme in Kraft traten.

Andere Regionen konnten einen Teil dieses Rückgangs auffangen:

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  • Taiwan: Umsatz plus rund 175 % gegenüber Vorjahr
  • Südkorea: Umsatzplus von etwa 46 %
  • Japan: Zuwachs von rund 50 %
  • USA: Erlöse stiegen um etwa 11 %

Das Management rechnet damit, dass die Umsätze in China von den außergewöhnlich hohen Niveaus 2024/2025 „deutlich zurückgehen“ werden. Für die Wachstumsziele 2026 entsteht damit ein spürbarer Gegenwind, der durch stärkere Investitionen in anderen Regionen kompensiert werden muss.

KI treibt Investitionen in Chipanlagen

Auf der positiven Seite steht der anhaltende Investitionszyklus im Halbleitersektor, getrieben durch künstliche Intelligenz. Citi-Analysten sehen KI‑Anwendungen als wichtigsten Treiber für ein gesundes Wachstum der Halbleiterzulieferer im Jahr 2026.

Die Branche nähert sich einem jährlichen Umsatzvolumen von 1 Billion US‑Dollar. Für 2026 wird ein Marktvolumen von rund 975,4 Mrd. US‑Dollar erwartet, was einem Wachstum von etwa 26 % entspricht.

Die Investitionen in Halbleiterfertigungsanlagen sollen 2026 um rund 11 % steigen, nach einem Plus von 16 % im Jahr 2025. Große Kunden von ASML planen teils deutliche Erhöhungen ihrer Investitionsbudgets. So wird etwa bei TSMC mit einem Capex‑Anstieg von rund 37,5 % gerechnet, um fortschrittliche Fertigungsknoten für KI‑Beschleuniger auszubauen.

Bewertung gestützt durch EUV‑Monopol

Die hohe Bewertung der ASML‑Aktie basiert wesentlich auf der einzigartigen Stellung als alleiniger Anbieter von EUV‑Belichtungssystemen. Im dritten Quartal meldete das Unternehmen einen Gewinn je Aktie von 6,41 US‑Dollar und lag damit über den Konsensschätzungen von 6,27 US‑Dollar.

Für 2025 stellt das Management ein Umsatzwachstum von rund 15 % in Aussicht, bei einer Bruttomarge von etwa 52 %. Der freie Cashflow der vergangenen zwölf Monate belief sich auf etwa 8,93 Mrd. US‑Dollar, was einer Free‑Cashflow‑Marge von 27,7 % entspricht. Die Dividendenrendite liegt bei 0,69 %, basierend auf einer annualisierten Ausschüttung von 7,37 US‑Dollar je Aktie.

Der nächste Quartalsbericht ist für den 28. Januar 2026 terminiert. Dann will das Management konkretere Hinweise zur Entwicklung 2026 geben – insbesondere zur Wirkung der China‑Exportbeschränkungen auf Auftragseingang und Ausblick.

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