Der europäische Halbleiter-Ausrüster ASML hat am Freitag erstmals die Marke von 500 Milliarden Dollar Börsenwert durchbrochen. Der Antrieb: Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSMC), größter Kunde des niederländischen Konzerns, hat seine Investitionspläne für 2026 deutlich nach oben geschraubt. Was diese Milliarden-Offensive für ASML bedeutet – und welches Risiko jetzt lauert.
TSMC gibt Gas – ASML profitiert direkt
Der entscheidende Katalysator kam aus Taiwan: TSMC hat seine Investitionsausgaben für 2026 auf 52 bis 56 Milliarden Dollar angehoben. Diese Summe liegt spürbar über den bisherigen Markterwartungen und ist ein direktes Kaufsignal für ASMLs Extreme-Ultraviolet-Lithographiesysteme (EUV). Der Chip-Riese treibt damit den Ausbau seiner 2-Nanometer- und A16-Fertigungstechnologien voran – Prozesse, für die ausschließlich ASML die nötigen Maschinen liefern kann.
Die Botschaft ist klar: Die Nachfrage nach modernster Chip-Fertigung wächst schneller als konservative Prognosen annahmen. Der AI-Boom verlagert sich von theoretischen Visionen zu konkreten Hardware-Bestellungen. ASML sitzt als Monopolist an der Schnittstelle dieser Kapitalströme.
Ritterschlag für Europa
Mit dem Sprung über die 500-Milliarden-Marke ist ASML nun Europas drittwertvollstes Unternehmen, hinter Novo Nordisk und LVMH. Die Aktie hat seit Jahresbeginn bereits rund 17 Prozent zugelegt und notiert nahe ihrem 52-Wochen-Hoch. Am Freitag stieg der Kurs um gut 2 Prozent auf etwa 1.375 Dollar.
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Analysten überschlagen sich mit Hochstufungen: Morgan Stanley sieht weiteres Potenzial im „Best-Case-Szenario“, RBC Capital startete die Coverage mit „Outperform“ und einem Kursziel von 1.550 Dollar. Die Wall Street bewertet den AI-Zyklus nicht länger als Blase, sondern als mehrjährigen Hardware-Boom – mit ASML als Türsteher.
Zahlen am 28. Januar im Fokus
Trotz der Euphorie bleibt ein kritischer Termin: Am 28. Januar legt ASML die Zahlen für das vierte Quartal 2025 sowie das Gesamtjahr vor. Die Märkte werden besonders auf Auftragseingänge und Bruttomargen achten. Bei einer Bewertung von über 50 KGV ist wenig Spielraum für Enttäuschungen. Jede Abweichung vom perfekten Ausführungsszenario könnte kurzfristige Gewinnmitnahmen auslösen.
Allerdings liefern die bestätigten Investitionspläne von TSMC ein solides Fundament für den Ausblick. Die Nachfrage ist real, die Auftragsbücher gefüllt. Für bestehende Aktionäre ist die Rally durch harte Industriedaten gedeckt – neue Käufer sollten die Bewertung im Blick behalten.
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