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Symbolbild, KI-generiert

ASML Aktie: EUV-Maschinen bis 2027 ausverkauft

Feste Bestellungen sichern ASML Planungsspielraum; zugleich bleibt Europa beim Absatz der Fertigungsanlagen außen vor.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • EUV-Kapazitäten bis 2027 nahezu gebucht
  • Produktionsausbau in Eindhoven hat begonnen
  • Mehr als 110 Anlagen für 2028 geprüft
  • Aktie seit Jahresbeginn 63 Prozent im Plus

Die Nachfrage nach hochmodernen Halbleiter-Fertigungsanlagen verschafft ASML auf Jahre hinaus eine hohe Planungssicherheit. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete, sind die bestehenden EUV-Maschinen des Konzerns bis 2027 nahezu ausverkauft. Um dem anhaltenden Bedarf der Chiphersteller zu begegnen, hat das Unternehmen bereits mit dem Ausbau seiner Produktionskapazitäten in Eindhoven begonnen.

Zudem prüfte ASML Wege, um im Jahr 2028 mehr als 110 EUV-Belichtungsanlagen fertigen zu können. Parallel dazu haben sich Kunden verbindlich dazu verpflichtet, die nächste Gerätegeneration namens High NA zu übernehmen.

Die Analysten von JPMorgan erklärten nach einem Treffen mit dem Finanzvorstand von ASML, dass der Ausrüster für 2027 so gut wie ausverkauft sei und für 2028 ein Produktionswachstum von 30 Prozent anpeile.

Die US-Bank beließ ihre Einstufung am 14. September auf „Buy“ mit einem Kursziel von 2.100 Euro. Auch das Analysehaus Bernstein bestätigte am 15. September seine Kaufempfehlung und hält an einem Kursziel von 2.500 Euro fest.

Geografische Schieflage im weltweiten Absatz

Während globale Chiphersteller Milliarden in modernste Produktionslinien investieren, hinkt der europäische Heimatmarkt spürbar hinterher. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg trat ASML-Manager Frank Heemskerk am Dienstag auf einer Branchenveranstaltung in Amsterdam auf und stellte fest, dass ASML derzeit keine Maschinen in Europa verkauft. Dabei warnte er davor, dass die Region gegenüber den USA, China und Indien den Anschluss zu verlieren droht.

Für ASML verlagert sich das operative Neugeschäft damit weiterhin fast vollständig auf die globalen Halbleiterzentren in Übersee und Asien. Die langfristige technologische Führungsrolle im Bereich der extrem ultravioletten Lithografie bleibt von dieser geografischen Einseitigkeit jedoch unberührt, da führende Chipkonzerne für moderne Fertigungsschritte zwingend auf die Systeme aus den Niederlanden angewiesen sind.

Kursentwicklung und Aktienrückkäufe

An den Finanzmärkten gehört der Titel dennoch zu den stärksten Standardwerten der Branche. Seit Jahresanfang verzeichnet die Aktie ein Kursplus von 63 Prozent. Am heutigen Donnerstag gibt die Notierung im europäischen Handel leicht nach und verliert 1,8 Prozent auf 1.503,80 Euro.

Gleichzeitig stützt das Unternehmen den Kurs über eigene Kapitalmaßnahmen: Im Rahmen des laufenden Aktienrückkaufprogramms erwarb ASML zwischen dem 7. und 11. September fortlaufend eigene Anteile am Markt zurück. Das solide Polster aus festen Kundenbestellungen bis weit in das Jahr 2027 bildet dabei das fundamentale Fundament für die anstehenden Großinvestitionen am Standort Eindhoven.

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