Gleich zwei Impulse haben die ASML-Aktie am Montag nach oben getrieben: ein bullishes Analystenurteil zur KI-Nachfrage und ein technologischer Meilenstein aus Belgien. Das Ergebnis war ein Kursanstieg von rund 5 Prozent — einer der stärksten Tage der vergangenen Wochen.
Bernstein und BofA liefern die Argumente
Auslöser war eine Einschätzung von Bernstein-Analyst Stacy Rasgon, der trotz des diesjährigen Kursrückgangs bei KI-Aktien festhält: „Die KI-Nachfrage zeigt derzeit keine Anzeichen einer Verlangsamung.“ ASML erwähnte er dabei nicht direkt — die Logik der Investoren war dennoch klar. Wenn Nvidia und Broadcom starke Gewinne erzielen, investiert TSMC mehr in neue Produktionskapazitäten. Und wer liefert die Maschinen dafür? ASML.
Bank of America bekräftigte zeitgleich ihr Kaufvotum mit einem Kursziel von 1.598 Euro und nannte drei konkrete Treiber: die erwartete Hochskalierung der High-NA-EUV-Technologie ab 2028, das Erreichen der Low-NA-EUV-Kapazitätsgrenze bis Ende 2027 sowie einen möglichen Capital Markets Day noch in diesem Jahr. Auf diesem könnte ASML die Umsatzprognose für 2030 auf bis zu 65,4 Milliarden Euro anheben — die aktuelle 2028-Schätzung von 52 Milliarden Euro bezeichnen die BofA-Analysten bereits als „zunehmend konservativ“.
Belgien als Testfeld für die nächste Chip-Generation
Parallel dazu sorgte eine Meldung vom 18. März für zusätzlichen Rückenwind. Das belgische Chip-Forschungslabor imec hat eine der weltweit weniger als ein Dutzend existierenden High-NA-EUV-Maschinen von ASML erhalten — das Modell EXE:5200, das als fortschrittlichstes Lithografiesystem überhaupt gilt. Der Kaufpreis: rund 400 Millionen US-Dollar.
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Die größere numerische Apertur dieser Maschinen erlaubt die Fertigung von Chip-Strukturen, die bis zu 66 Prozent kleiner sind als bisher — schneller, energieeffizienter, und entscheidend für KI-Prozessoren der nächsten Generation. Kunden wie Intel und SK Hynix planen, die Technologie bereits ab 2027 in der Serienproduktion einzusetzen. ASML-CEO Christophe Fouquet rechnet mit dem Hochlauf der Massenproduktion in den Jahren 2027 und 2028.
Starkes Fundament, ambitionierte Bewertung
Das Zahlenwerk des abgelaufenen Geschäftsjahres 2025 unterstreicht die Dynamik: ASML erzielte einen Jahresumsatz von 32,7 Milliarden Euro — ein Plus von 16 Prozent gegenüber 2024. Besonders auffällig war der Rekordauftragseingang im vierten Quartal von 13,2 Milliarden Euro, davon 7,4 Milliarden Euro allein für EUV-Systeme. Der Auftragsbestand zum Jahresende belief sich auf 38,8 Milliarden Euro. Für 2026 erwartet das Unternehmen Erlöse zwischen 34 und 39 Milliarden Euro.
Trotz des Kursanstiegs notiert die Aktie auf Monatssicht noch rund 6 Prozent im Minus. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von knapp 47 auf Basis der Vorjahresergebnisse ist die Bewertung anspruchsvoll. Analysten prognostizieren jedoch ein jährliches Gewinnwachstum von 19 Prozent über die nächsten fünf Jahre — und Bernstein sieht den Speicherzyklus mindestens bis zur ersten Hälfte 2027 robust, was ASMLs Auftragsbuch weit in die Zukunft absichert.
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