Der niederländische Chipausrüster ASML befindet sich in einer paradoxen Lage. Einerseits streicht der Konzern rund 1.700 Stellen, vor allem im Management. Andererseits füllen sich die Auftragsbücher dank des KI-Booms so schnell wie nie zuvor. Kurz vor der Veröffentlichung des Geschäftsberichts stellt sich die Frage: Wie passt dieser strikte Sparkurs zur massiven Expansion?
Strategische Verschlankung statt Krise
Der geplante Abbau von etwa 1.700 Arbeitsplätzen – das entspricht knapp 3,8 Prozent der Belegschaft – zielt spezifisch auf Führungsebenen und IT-Strukturen ab. Laut Unternehmensangaben ist dies kein Zeichen finanzieller Not, sondern eine bewusste strategische Neuausrichtung. Der Fokus soll sich von komplexen Matrix-Strukturen hin zu direkter Produktverantwortung verschieben. Besonders signifikant ist dabei die interne Umschichtung: Während Management-Rollen wegfallen, plant ASML im technischen Bereich und in der Entwicklung neue Ingenieursstellen zu schaffen.
Auftragsbücher platzen aus allen Nähten
Diese Effizienzmaßnahme trifft auf eine operative Hochphase, die im starken Kontrast zu den Kündigungen steht. Allein im vierten Quartal 2025 verzeichnete ASML Neubestellungen im Wert von 13,2 Milliarden Euro – fast das Doppelte der damaligen Analystenerwartungen.
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Getrieben wird diese Nachfrage maßgeblich durch den weltweiten Ausbau von Rechenkapazitäten für Künstliche Intelligenz. ASML profitiert als Monopolist für EUV-Lithografiesysteme direkt von den Investitionen der Speicher- und Logikchip-Hersteller. Der Auftragsbestand ist zum Jahresende auf 38,8 Milliarden Euro angewachsen, was die ambitionierten Umsatzziele für 2026 von bis zu 39 Milliarden Euro untermauert.
Spannung vor dem Geschäftsbericht
Der nächste wichtige Impuls für die Aktie steht unmittelbar bevor: Am 25. Februar 2026 veröffentlicht ASML seinen vollständigen Geschäftsbericht. Anleger werden hier genau prüfen, wie das Management den Spagat zwischen personeller Straffung und der Abarbeitung des riesigen Auftragsbergs bewältigen will.
ASML nutzt die aktuelle Stärke und die hohen Cashflows – unterstützt durch ein Aktienrückkaufprogramm über bis zu 12 Milliarden Euro –, um sich schlanker aufzustellen. Mit einem Kursplus von über 24 Prozent seit Jahresbeginn haben die Märkte diesen Optimismus bereits antizipiert. Entscheidend wird nun sein, ob der Konzern im kommenden Bericht bestätigt, dass die Lieferketten für die komplexen EUV-Systeme trotz des internen Umbaus reibungslos funktionieren.
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