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ASML Aktie: Das wahre Margen-Risiko

ASML übertrifft die Erwartungen im ersten Quartal und hebt die Jahresziele an, doch die Prognose für die Bruttomarge im zweiten Quartal sorgte für einen kurzen Kurseinbruch.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Robuste Zahlen mit Umsatz und Gewinn am oberen Prognoseende
  • Umsatzprognose für 2026 nach oben korrigiert
  • Margenprognose für Q2 führt zu anfänglichem Kursrutsch
  • Starke Nachfrage nach Speicherchips für KI-Anwendungen

Starke Zahlen, angehobene Jahresziele und ein anfänglicher Kursrutsch – bei ASML klafften am Mittwoch Realität und Marktreaktion kurzzeitig auseinander. Der niederländische Ausrüster für die Halbleiterindustrie lieferte im ersten Quartal 2026 ein robustes Zahlenwerk ab. Die Anleger störten sich lediglich an einem kleinen Detail im Ausblick. Heute greifen sie bereits wieder zu.

KI-Boom verschiebt den Fokus

Mit einem Nettoumsatz von 8,8 Milliarden Euro und einer Bruttomarge von 53 Prozent traf ASML exakt das obere Ende der Management-Prognose. Der Nettogewinn lag bei satten 2,8 Milliarden Euro. Parallel dazu zeigt sich eine deutliche Verschiebung im Produktmix. Der Anteil der Systemverkäufe für Speicherchips sprang von 30 auf 51 Prozent. Südkorea dominierte dabei mit einem Umsatzanteil von 45 Prozent. Großkonzerne wie Samsung und SK Hynix investieren massiv in neue Anlagen, um den gewaltigen Bedarf an High-Bandwidth Memory (HBM) für KI-Anwendungen zu decken.

Der Dämpfer im zweiten Quartal

Beflügelt von den vollen Auftragsbüchern hob ASML die Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2026 auf 36 bis 40 Milliarden Euro an. Zuvor lag die Spanne bei 34 bis 39 Milliarden Euro. Allerdings knickte die Aktie am Mittwoch zunächst um rund vier Prozent ein. Ursache war die Prognose für das laufende zweite Quartal. Das Management rechnet hier mit einer Bruttomarge von 51 bis 52 Prozent. Marktbeobachter werten dies als leichte Normalisierung im Vergleich zum extrem profitablen Jahresauftakt.

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Aktionäre greifen wieder zu

Der anfängliche Schreck währte nicht lange. Am Donnerstag erholte sich das Papier deutlich und kletterte um 3,72 Prozent auf 1.249,20 Euro. Damit baut die Aktie ihr starkes Jahresplus auf über 26 Prozent aus und notiert nur noch knapp unter dem 52-Wochen-Hoch von 1.295 Euro. ASML flankiert das operative Geschäft mit handfesten Kapitalmaßnahmen. Im ersten Quartal kaufte der Konzern eigene Aktien im Wert von 1,1 Milliarden Euro zurück. Ferner steigt die Gesamtdividende für 2025 um 17 Prozent auf 7,50 Euro je Anteilsschein.

Um die hohe Nachfrage der Speicherhersteller zu bedienen, plant ASML im Jahresverlauf 2026 die Auslieferung von mehr als 60 EUV-Lithografiesystemen. Darunter befinden sich sowohl Low-NA- als auch die neuen High-NA-Anlagen.

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