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Symbolbild, KI-generiert

ASML Aktie: Betrugsklage zugelassen

Eine US-Richterin erlaubt die Fortsetzung einer Wertpapierbetrugsklage gegen ASML. Vorwürfe betreffen unrealistische Umsatzprognosen und Aktienverkäufe des Managements.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • US-Gericht lässt Betrugsklage gegen ASML zu
  • Vorwürfe irreführender Umsatzprognosen für 2025
  • Aktienverkäufe der Führungsspitze unter Verdacht
  • Aktienkurs zeigt nach Kursrutsch leichte Erholung

Der niederländische Chipanlagenbauer sieht sich mit ernsthaften juristischen Problemen konfrontiert. Eine US-Richterin hat entschieden, dass eine Klage wegen Wertpapierbetrugs gegen das Unternehmen fortgesetzt werden darf. Im Zentrum der Vorwürfe stehen angeblich irreführende Umsatzprognosen für das Jahr 2025 und umstrittene Aktienverkäufe der Führungsspitze.

Zweifelhafte Umsatzprognosen

Die Entscheidung von Richterin Naomi Reice Buchwald am zuständigen US-Bezirksgericht in New York markiert eine neue Phase in der juristischen Auseinandersetzung. Aktionäre werfen dem Konzern vor, wider besseres Wissen an unrealistischen Verkaufszielen festgehalten zu haben. Obwohl intern offenbar klar war, dass die obere Spanne der Umsatzprognose für 2025 nicht erreichbar sein würde, kommunizierte das Unternehmen diese Zahlen weiterhin an den Markt.

Besonders brisant macht den Fall das Verhalten des Top-Managements. Aktienverkäufe von CEO Christophe Fouquet, Finanzchef Roger Dassen und weiteren Vorstandsmitgliedern stützen laut Gericht den Verdacht eines bewussten Fehlverhaltens. ASML selbst hatte Prognoseanpassungen bisher stets mit allgemeinen Branchenschwächen und einer veränderten Nachfrage im Halbleitersektor begründet.

Insiderverkäufe belasten den Kurs

Anleger reagierten am Montag zunächst verunsichert und schickten das Papier mit einem deutlichen Minus auf den Schlusskurs von 1.094,20 Euro abwärts. Zusätzlicher Druck kam aus dem breiteren Technologiesektor, wo Sorgen über neue KI-Speicherkompressionsalgorithmen die Hardware-Nachfrage dämpfen könnten. Am heutigen Dienstag zeigt sich der Titel mit einem Aufschlag von 2,63 Prozent auf 1.123,00 Euro jedoch wieder leicht erholt.

Aktienrückkäufe laufen weiter

Ungeachtet der juristischen Störfeuer hält der Konzern an seiner Strategie zur Kapitalrückführung fest. Allein in der letzten vollen Märzwoche erwarb das Unternehmen im Rahmen seines laufenden 12-Milliarden-Euro-Programms über 106.000 eigene Aktien für rund 125 Millionen Euro.

Marktteilnehmer richten ihren Blick nun auf den 15. April. An diesem Tag veröffentlicht ASML den Bericht zum ersten Quartal 2026, der konkrete Zahlen zur aktuellen Geschäftsentwicklung und möglicherweise neue Stellungnahmen zu den rechtlichen Auseinandersetzungen liefern wird.

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