ASML jagt von einem Rekord zum nächsten. Europas wertvollster Technologiekonzern profitiert massiv vom globalen KI-Boom. Parallel dazu liefert das Unternehmen nun einen technischen Meilenstein. Das untermauert die langfristige Wachstumsstory.
Weltpremiere für neue Chips
Die wichtigste Nachricht der Woche kam aus der Forschung. Auf einem Fachkongress präsentierte ASML gemeinsam mit dem Institut imec und dem Auftragsfertiger TSMC einen neuen Prozess. Sie integrierten 2D-Material-Transistoren auf einem 300-Millimeter-Wafer.
Das ist ein Novum für die Industrie. Das Trio nutzte eine einzige EUV-Belichtung für extrem kleine Strukturen. Die Fehlerquote war minimal. Laut imec schalteten 94 Prozent der winzigen Transistoren fehlerfrei.
Die Folge: Der Sprung vom Labor in die Massenfertigung rückt näher. Das sichert ASMLs Monopolstellung bei der Herstellung der nächsten Chip-Generationen.
Milliarden für die Aktionäre
Neben der Forschung treibt das Management die Kurspflege voran. Das laufende Rückkaufprogramm umfasst bis zu zwölf Milliarden Euro. Mitte Juni investierte ASML täglich rund 15,8 Millionen Euro in eigene Papiere.
Dabei kauft der Konzern jeden Tag etwa 10.000 eigene Aktien zurück. Diese Finanzkraft fußt auf einem starken operativen Geschäft. Im ersten Quartal setzte ASML 8,8 Milliarden Euro um.
Der Vorstand hob daraufhin die Jahresprognose an. Erwartet wird nun ein Umsatz zwischen 36 und 40 Milliarden Euro. Die Bruttomarge soll bei über 50 Prozent liegen.
Analysten heben Kursziele an
Die Wall Street reagiert euphorisch. Im laufenden Monat gab es ausschließlich Kaufempfehlungen für die Niederländer. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 1.915 Euro.
JPMorgan geht sogar noch weiter. Die US-Bank rief ein Ziel von 2.200 US-Dollar aus. Die Analysten loben vor allem die Kapazitätsplanung. ASML kann offenbar mehr Maschinen bauen, ohne neue Reinräume errichten zu müssen.
Auch Barclays zeigt sich optimistisch. Die Experten verweisen auf steigende Einstellungszahlen. Sowohl bei ASML als auch beim wichtigen Zulieferer Carl Zeiss SMT wächst die Belegschaft spürbar. Das deutet auf prall gefüllte Auftragsbücher hin.
An der Börse spiegelt sich diese Dominanz wider. Seit Jahresbeginn hat die Aktie bereits 68,09 Prozent zugelegt. Am Freitag schloss das Papier bei 1.661,20 Euro.
Damit trennen den Titel nur 1,76 Prozent vom jüngsten Allzeithoch. Der Aufwärtstrend ist intakt. Die Aktie notiert 21,57 Prozent über ihrer 50-Tage-Linie. Solange der Ausbau der KI-Infrastruktur anhält, bleibt die Nachfrage nach ASML-Maschinen hoch.
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