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Symbolbild, KI-generiert

ASML: 36 bis 40 Milliarden Euro Umsatz 2026

Trotz eines sektorweiten Ausverkaufs bleibt ASML dank seiner EUV-Monopolstellung für KI-Chips unverzichtbar und hebt die Umsatzprognose an.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kursrückgang durch enttäuschende Quartalszahlen eines Chipkunden
  • Einziger Anbieter von EUV-Lithografiesystemen weltweit
  • Umsatzprognose für 2026 auf bis zu 40 Milliarden Euro angehoben
  • Aktienkurs seit Jahresbeginn um rund 59 Prozent gestiegen

Ein Konzern, der die einzige Maschine der Welt baut, mit der sich die modernsten Chips überhaupt herstellen lassen. Genau das ist ASML. Und trotzdem verliert die Aktie in einer Woche gut drei Prozent. Wie passt das zusammen?

Die Antwort liegt nicht bei ASML selbst, sondern im Umfeld. Ein großer Chiphersteller hat vorläufige Quartalszahlen vorgelegt, die enttäuschten. Die Folge: ein sektorweiter Ausverkauf, der auch den niederländischen Lithografie-Spezialisten erfasst hat. Am Freitag schloss die Aktie bei 1.574,20 Euro, ein Minus von 0,51 Prozent auf Tagesbasis.

Warum ASML unersetzlich bleibt

Wer moderne KI-Chips bauen will, kommt an ASML nicht vorbei. Das Unternehmen ist der einzige Anbieter von EUV-Lithografiesystemen weltweit. Ohne diese Maschinen lassen sich die feinsten Strukturen auf den Chips nicht belichten, die Nvidia, TSMC und andere für ihre KI-Beschleuniger brauchen.

Diese Monopolstellung erklärt, warum das Management seine Umsatzprognose für 2026 gerade erst angehoben hat. Der Konzern erwartet nun 36 bis 40 Milliarden Euro Jahresumsatz, mehr als bisher geplant. Für 2026 sollen rund 60 Low-NA-EUV-Systeme ausgeliefert werden, 2027 dann 80 Stück.

Die Auftragseingänge liegen dabei regelmäßig über den Erwartungen der Analysten. Bis 2030 peilt ASML einen Jahresumsatz zwischen 44 und 60 Milliarden Euro an. Zahlen, die zeigen: Der KI-Boom braucht ASML, nicht umgekehrt.

Was den Kurs kurzfristig belastet

Die aktuelle Schwäche hat handfeste Gründe. Einige Kunden verschieben teure Technologie-Upgrades, was ASML kurzfristig zu spüren bekommt. Zusätzlich stellen wichtige Abnehmer offenbar Fragen zur Notwendigkeit der neuen Hybrid-Bonding-Technologie des Unternehmens.

Hinzu kommt das alte Thema China. Geopolitische Spannungen und mögliche neue Exportbeschränkungen für Lithografie-Systeme bleiben ein Risiko, das über der Aktie schwebt. Konkrete neue Verbote gibt es bisher nicht, die Unsicherheit allein reicht aber, um Anleger vorsichtig zu stimmen.

Diese Sorgen sind real. Sie ändern aber nichts an der strukturellen Position des Unternehmens im globalen Halbleitermarkt.

Der längere Blick zeigt ein anderes Bild

Zoomt man raus, wirkt die Wochen-Delle klein. Über 30 Tage steht ein Plus von 4,61 Prozent, seit Jahresbeginn sind es 59,28 Prozent. Auf Zwölfmonatssicht hat sich der Kurs mit 128,94 Prozent mehr als verdoppelt.

Aktuell notiert die Aktie 9,94 Prozent unter ihrem Hoch von 1.748,00 Euro vom 30. Juni 2026. Zum Vergleich: Das 52-Wochen-Tief lag bei 593,60 Euro, notiert am 6. August 2025. Von dort aus hat sich der Kurs um 165,20 Prozent nach oben bewegt.

Auch gegenüber den gleitenden Durchschnitten liegt ASML komfortabel vorn. Die Aktie notiert 6,53 Prozent über ihrem 50-Tage-Schnitt und 34,94 Prozent über dem 200-Tage-Durchschnitt. Bei einer Marktkapitalisierung von 617,75 Milliarden Euro bleibt ASML einer der wertvollsten Technologiekonzerne Europas.

Das laufende Aktienrückkaufprogramm passt ins Bild. Es signalisiert, dass das Management selbst an die langfristige Story glaubt, auch wenn der Markt gerade nervös reagiert. Bei einer annualisierten 30-Tage-Volatilität von 64,27 Prozent muss man mit solchen Ausschlägen einfach rechnen.

Die kommenden Monate werden zeigen, ob die Bedenken zu Hybrid Bonding und verschobenen Investitionen mehr sind als vorübergehender Gegenwind. Die technologische Monopolstellung bei EUV-Lithografie bleibt davon jedoch unberührt. Solange KI-Rechenzentren, Smartphones und PCs immer leistungsfähigere Chips brauchen, führt an ASML kein Weg vorbei.

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Diskussion zu ASML Holding

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