Aroundtown baut sein operatives Geschäft im deutschen Gewerbeimmobilienmarkt mit einem neuen Mietvertrag für vier Hotelobjekte aus. Die Immobilien in Düsseldorf, Frankfurt/Neu-Isenburg, Dortmund und Offenburg gehen an die Betreiberplattform PRISM und sollen unter den Marken Sunday Hotels und Belvilla geführt werden.
Der Schritt passt zu einem Umfeld, in dem der Konzern weiter mit höheren Zinsaufwendungen ringt. Die jüngsten Quartalszahlen aus dem Frühjahr hatten gezeigt, dass die Belastung unter dem Strich hoch bleibt. Entsprechend zurückhaltend fällt der Blick der Analysten aus: Goldman Sachs und UBS stufen die Aktie neutral ein, Deutsche Bank und Berenberg setzen auf „Hold“. Nur Warburg Research liegt mit „Buy“ darüber.
Am Markt spiegelt sich das in einem verhaltenen Kursbild. Die Aktie schloss am Donnerstag bei 2,49 Euro und liegt damit fast auf Höhe des 50-Tage-Durchschnitts von 2,48 Euro. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von 4,68 Prozent zu Buche.
Kursbild bleibt fragil
Auch im längeren Vergleich wirkt der Titel angeschlagen. Auf Sicht von zwölf Monaten hat die Aktie 13,92 Prozent verloren. Vom 52-Wochen-Hoch bei 3,49 Euro ist sie noch 28,77 Prozent entfernt.
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Gleichzeitig hat sich der Kurs vom Frühjahrstief bei 2,15 Euro etwas gelöst. Mit einem Abstand von 15,63 Prozent ist die Erholung da, aber sie bleibt überschaubar. Die 30-Tage-Volatilität von 31,07 Prozent und ein RSI von 47,6 zeigen ein weiter nervöses, aber nicht überhitztes Handelsbild.
Operativer Fortschritt, finanzieller Druck
Für Aroundtown ist der neue Leasingvertrag vor allem ein Signal auf der operativen Seite. Vier Hotels in wichtigen deutschen Städten sind eine klare Erweiterung der Ertragsbasis. Genau das braucht der Konzern, solange die Zinslast auf der Ergebnissituation drückt.
Der Markt honoriert solche Meldungen bislang nur begrenzt. Dafür ist die Belastung durch das Zinsumfeld und die anhaltend schwache Kursentwicklung zu präsent. Die Aktie bleibt damit ein Titel, bei dem operative Fortschritte und finanzielle Gegenwinde weiter gegeneinander arbeiten.
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