Fast 24 Prozent Kursverlust in nur fünf Handelstagen. Arm Holdings erlebt eine harte Landung an der Börse. Dabei steckt der Chip-Konzern mitten in einem historischen Umbau.
Vom Designer zum Produzenten
Arm bricht mit seiner Tradition. Bisher lizensierte das Unternehmen nur Baupläne für Prozessoren. Nun entwickelt der Konzern mit der AGI CPU eigene Hardware für KI-Rechenzentren.
Meta begleitet diesen Schritt als enger Partner. Die neue CPU soll die Leistung pro Rack im Vergleich zu x86-Systemen mehr als verdoppeln. Die Nachfrage scheint bereits jetzt hoch zu sein.
Für die kommenden zwei Geschäftsjahre zeichnen sich Kundenaufträge ab. Diese summieren sich auf über zwei Milliarden Dollar. Arm reagiert damit auf den Hunger der Branche nach spezialisierter KI-Rechenpower.
Kann die neue AGI CPU die hohen Erwartungen an das Kurs-Gewinn-Verhältnis erfüllen?
Bisher gilt die Bewertung von Arm im Branchenvergleich als sehr ambitioniert. Das macht das Papier anfällig für Gewinnmitnahmen, sobald der Gesamtmarkt schwächelt.
Bewertungsdruck bremst KI-Rally
Am Freitag schloss die Aktie bei 295,00 Euro. Das entspricht einem Tagesminus von 3,59 Prozent. Auf Wochensicht summieren sich die Verluste auf fast 24 Prozent.
Ein branchenweiter Ausverkauf im Halbleitersektor belastet den Kurs. Analysten von UBS und TD Cowen hoben zwar ihre Kursziele an, konnten den Abwärtstrend aber nicht stoppen. Steigende Komponentenkosten sorgen obendrein für Nervosität am Markt.
Trotz des Rücksetzers bleibt die Bilanz für 2026 beeindruckend. Seit Jahresbeginn legte der Kurs um rund 201 Prozent zu. Der Umsatz im Geschäftsjahr stieg parallel dazu auf 4,92 Milliarden Dollar.
Die fundamentale Basis wirkt stabil. Das Segment für Rechenzentren verdoppelte seine Lizenzeinnahmen zuletzt. Dennoch bleibt die Aktie anfällig für Korrekturen, solange die Bewertung als überreizt gilt.
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