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Archer-Daniels-Midland Aktie: Strategische Partnerschaft

Archer-Daniels-Midland bündelt Verarbeitungsaktivitäten in einem Mehrheits-Joint Venture, während Analysten die Aktie zurückstufen und institutionelle Investoren Positionen reduzieren.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Mehrheitsbeteiligung in neuem Baumwollsamen-Unternehmen
  • Morgan Stanley stuft ADM-Aktie auf Underweight herab
  • Erwarteter Gewinnrückgang im vierten Quartal
  • Institutionelle Investoren halten weiterhin große Anteile

Die Archer-Daniels-Midland Aktie zeigt Bewegung nach der Bekanntgabe einer bedeutenden industriellen Partnerschaft. Der Agrarverarbeiter hat ein Joint Venture mit Planters Cotton Oil Mill zur Bündelung von Baumwollsamen-Verarbeitungsaktivitäten vereinbart. Während das Unternehmen seine operative Basis stärkt, zeigen institutionelle Investoren jedoch Zurückhaltung.

Details zum Baumwollsamen-Joint Venture

Die neu gegründete Gesellschaft wird die bestehenden Produktionsanlagen beider Partner zusammenführen. Archer-Daniels-Midland hält eine Mehrheitsbeteiligung von 60%, Planters Cotton Oil Mill die verbleibenden 40%. Konkret sieht die Vereinbarung vor:
* Planters bringt seine Ölmühle und Lagerstätten in Pine Bluff, Arkansas, ein.
* Archer-Daniels-Midland steuert seine Baumwollsamen-Anlage in Memphis, Tennessee, bei.
* Die Verarbeitung in Memphis wird eingestellt, die dortige Ölraffinerie bleibt jedoch unter der neuen gemeinsamen Führung in Betrieb.

Das Ziel ist die Optimierung von Vermögenswerten und eine robustere Lieferkette. Die Transaktion soll im ersten Quartal 2026 abgeschlossen sein und das neue Unternehmen starten.

Institutionelle Zurückhaltung und Analystenmeinung

Parallel zu dieser operativen Expansion gibt es Signale der Vorsicht von institutioneller Seite. Die Investmentbank D.A. Davidson & CO. reduzierte ihre Position im dritten Quartal um 56,1% und hält nun noch Anteile im Wert von etwa 1,4 Millionen Dollar.

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Die Stimmung wird durch eine Analystenherabstufung von Morgan Stanley auf „Underweight“ zusätzlich getrübt. Dies spiegelt eine skeptischere Einschätzung des kurzfristigen Wachstumspotenzials wider. Dennoch kontrollieren institutionelle Anleger und Hedgefonds weiterhin etwa 78,28% des Unternehmens.

Finanzielle Erwartungen und Bewertung

Der Markt blickt nun auf die anstehenden Quartalszahlen für das vierte Quartal. Analysten erwarten einen Gewinn je Aktie zwischen 0,83 und 0,84 Dollar. Das wäre ein Rückgang von etwa 27% gegenüber dem Vorjahreswert von 1,14 Dollar. Für das Gesamtjahr 2025 bekräftigte das Unternehmen seine Prognose von 3,25 bis 3,50 Dollar je Aktie.

Die Aktie notiert aktuell bei rund 61,94 Dollar. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) liegt bei 14,73 und damit leicht über dem Branchendurchschnitt von 14,33. Die nächste Bewährungsprobe sind die veröffentlichten Quartalsergebnisse, die Aufschluss über die Profitabilität trotz der strategischen Neuausrichtung geben werden.

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Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.

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