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Arbutus Aktie: 179,1 Millionen Umsatz aus Moderna-Vergleich

Arbutus Biopharma hat im ersten Quartal 2026 einen deutlichen Sprung hingelegt. Aus einem Verlust ist ein hoher Gewinn geworden. Der Auslöser liegt vor allem nicht im operativen Geschäft, sondern in einem milliardenschweren Rechtsstreit rund um Moderna.

Settlement sorgt für Umsatzsprung

Der Umsatz kletterte auf 179,1 Millionen Dollar. Ein Jahr zuvor waren es nur 1,8 Millionen Dollar. Fast der gesamte Anstieg stammt aus Lizenzerlösen von 178,7 Millionen Dollar über Genevant Sciences.

Diese Einnahmen hängen an einer Vergleichszahlung aus dem Patentstreit über Lipid-Nanopartikel-Technologie. Moderna soll im Juli insgesamt 950 Millionen Dollar zahlen. Arbutus rechnet mit einem Anteil von 178,7 Millionen Dollar im Sommer, inklusive erstatteter Prozesskosten.

Gewinn statt Verlust

Unter dem Strich meldete das Unternehmen einen Nettogewinn von 169,7 Millionen Dollar oder 0,87 Dollar je verwässerter Aktie. Im Vorjahresquartal stand noch ein Verlust von 24,5 Millionen Dollar oder 0,13 Dollar je Aktie.

Auch die Kostenbasis wurde schlanker. Die Forschungs- und Entwicklungsausgaben sanken auf 4,1 Millionen Dollar nach 9,0 Millionen Dollar im Vorjahresquartal. Arbutus verweist dabei auf Personalabbau und den Stopp eigener Forschung. Auch die Kosten für klinische Studien gingen zurück, weil mehrere Programme ihrem Ende näherkamen.

Die Kasse bleibt ordentlich gefüllt. Zum 31. März lagen 95,2 Millionen Dollar in Cash, Cash-Äquivalenten und marktfähigen Wertpapieren. Der erwartete Zahlungseingang aus dem Moderna-Vergleich ist darin noch nicht enthalten.

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Pipeline bekommt Rückenwind

Neben den Zahlen rückt die Entwicklungspipeline wieder stärker in den Blick. Für den HBV-Wirkstoff imdusiran, auch AB-729 genannt, hat die US-Arzneimittelbehörde FDA im April das Fast-Track-Verfahren vergeben. Das soll die Entwicklung und Prüfung beschleunigen.

Auch der orale PD-L1-Inhibitor AB-101 bleibt in der Entwicklung. Arbutus sieht sich dank der Mittel nun in einer besseren Position, um die klinischen Programme weiterzuführen und die laufenden Rechtsstreitigkeiten zu stemmen.

Der Börsenkurs spiegelt diese Mischung aus Erleichterung und Restunsicherheit nur teilweise wider. Die Aktie notiert bei 3,86 Euro, nach 1,85 Prozent Plus an diesem Tag. In den vergangenen zwölf Monaten legte sie um 35,63 Prozent zu, seit Jahresbeginn liegt sie aber noch 5,30 Prozent im Minus.

Mehr Geld hängt am Urteil

Der große Hebel bleibt die zweite Stufe des Moderna-Vergleichs. Neben der nicht bedingten Zahlung gibt es eine weitere, potenzielle Zahlung von 1,3 Milliarden Dollar. Sie hängt an einer Berufungsentscheidung zu 28 U.S.C. §1498 und daran, ob Arbutus und Genevant Ansprüche für Dosen geltend machen können, die an die US-Regierung geliefert wurden.

Auch bei Pfizer und BioNTech läuft der Patentstreit weiter. Ein günstiges Urteil zur Anspruchsauslegung kam Ende 2025, weitere Verfahrensschritte dürften sich durch 2026 ziehen. Genau daran hängt nun ein großer Teil der nächsten Fantasie bei Arbutus.

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Diskussion zu Arbutus

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

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