Arafura Rare Earths steht kurz vor dem entscheidenden Schritt für das Nolans-Projekt. Um die finale Bauentscheidung auszulösen, fehlt dem australischen Bergbauunternehmen nur noch ein Puzzleteil. Die Kreditgeber fordern feste Abnahmeverträge für 80 Prozent der geplanten Jahresproduktion.
Bislang hat Arafura rund 66 Prozent dieses Ziels erreicht. Zu den Kunden zählen Hyundai, Kia und Siemens Gamesa. Ein kürzlich geschlossener Vertrag mit dem Rohstoffhändler Traxys steuert weitere acht Prozent bei. Dennoch bleibt eine Lücke von knapp 1.200 Tonnen Neodym-Praseodym-Oxid (NdPr).
Das Management verhandelt derzeit mit europäischen Interessenten über zusätzliche 500 Tonnen pro Jahr. Ein erfolgreicher Abschluss gilt als wichtigster kurzfristiger Kurstreiber. Die Verhandlungsposition der Australier ist stark.
Seit Peking im April 2025 strenge Exportkontrollen für schwere Seltene Erden verhängte, ist der Markt angespannt. Autobauer in den USA und Europa suchen händeringend nach Material für Permanentmagnete. Die Preise für NdPr-Oxid sind innerhalb eines Jahres um über 80 Prozent in die Höhe geschossen.
Finanzierung steht unter Vorbehalt
Parallel zur Kundensuche treibt Arafura die Kapitalbeschaffung voran. Das Unternehmen hat verbindliche Vereinbarungen über Aktienzeichnungen im Wert von rund 230 Millionen Australischen Dollar getroffen. Die Mittel stammen von der Export Finance Australia und der deutschen KfW im Auftrag des Rohstofffonds der Bundesrepublik.
Das deutsche Engagement ist direkt an den Liefervertrag mit Siemens Gamesa geknüpft. Der Konzern will das Material in seinem Werk in Cuxhaven für Offshore-Windkraftanlagen nutzen. Die Kapitalmaßnahme erfordert allerdings noch die Zustimmung der Aktionäre sowie der Aufsichtsbehörden.
Vorbereitungen laufen auf Hochtouren
Abseits des Hauptprodukts prüft Arafura eine Erweiterung der technischen Anlagen. Gemeinsam mit Clean TeQ Water untersucht das Unternehmen, wie sich schwere Seltene Erden wie Dysprosium und Terbium besser aus dem Gestein extrahieren lassen. Diese Elemente erzielen am Markt deutliche Preisaufschläge.
Für den eigentlichen Baustart in der Wüste nördlich von Alice Springs schafft das Management bereits Fakten. Arafura erwarb für 6,75 Millionen Australische Dollar ein bestehendes Wohnlager für 200 Arbeiter. Die eigene Unterkunft soll langfristig Mietkosten senken und den Zeitplan flexibler machen.
Am 1. Dezember 2026 läuft die Frist für die endgültige Genehmigung der KfW- und EFA-Finanzierung ab. Scheitert das Votum auf der außerordentlichen Hauptversammlung, verfallen die Angebote. Bis dahin muss Arafura die verbleibende Lücke bei den Abnahmeverträgen schließen, um den Weg für den Baubeginn endgültig freizumachen.
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