Deutschland und Australien finanzieren gemeinsam ein Seltenerdprojekt— und das mit staatlichem Geld aus beiden Ländern. Arafura Rare Earths hat verbindliche Eigenkapitalvereinbarungen mit der deutschen KfW und der australischen Export Finance Australia abgeschlossen. Das Volumen: zusammen rund 230 Millionen australische Dollar.
Zwei Regierungen, ein Projekt
Die KfW investiert im Auftrag des Deutschen Rohstofffonds rund 50 Millionen Euro, umgerechnet etwa 84 Millionen australische Dollar. Export Finance Australia steuert 100 Millionen US-Dollar bei— das entspricht rund 146 Millionen australischen Dollar. Der Ausgabepreis liegt bei 0,2447 australischen Dollar je Aktie, einem Abschlag zum zuletzt notierten Kurs.
Hinzu kommen bereits früher vereinbarte Mittel der australischen National Reconstruction Fund Corporation in Höhe von rund 145 Millionen US-Dollar. Diese Zusage geht auf Januar 2025 zurück und wurde inzwischen formalisiert.
Nolans: Australiens erstes integriertes Seltenerden-Projekt
Die Gesamtfinanzierung aus Eigenkapital und eigenkapitalähnlichen Instrumenten summiert sich nun auf rund 659 Millionen US-Dollar. Das Geld fließt in den Bau des Nolans-Projekts im Northern Territory. Es soll Australiens erste integrierte Anlage werden, die Seltenerden abbaut und direkt vor Ort weiterverarbeitet.
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Das strategische Ziel dahinter ist klar: westliche Lieferketten für Seltenerden aufbauen, die unabhängig von China funktionieren. Nolans soll ab der zweiten Jahreshälfte 2029 jährlich 4.440 Tonnen Neodym-Praseodym-Oxid produzieren. Das entspricht etwa vier Prozent des globalen Angebots an Magnet-Seltenerden. NdPr-Oxid ist ein Schlüsselmaterial für Permanentmagnete in Elektromotoren und Windkraftanlagen.
Finanzierungslücke noch nicht geschlossen
Soweit so gut— aber der finale Investitionsbeschluss steht noch aus. Arafura muss dafür noch große Projektdarlehen abschließen und die Aktionäre einbinden. Das Unternehmen signalisiert, die Eigenkapitalseite der Finanzierung weitgehend abgeschlossen zu haben. Der nächste entscheidende Schritt ist die Fremdkapitalseite.
Gelingt das, könnte Arafura noch in diesem Jahr in die eigentliche Entwicklungsphase eintreten— und damit eines der ambitioniertesten Seltenerden-Projekte außerhalb Chinas vom Papier in den Boden bringen.
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