Arafura Rare Earths sichert sich frisches Kapital in dreistelliger Millionenhöhe. Dazu kommt massive Rückendeckung aus der Politik. Eigentlich ein Grund zum Feiern. Die Realität an der Börse sieht am Montag anders aus. Der Kurs bricht um fast zehn Prozent auf 0,28 Australische Dollar ein.
Der Grund für den Kursrutsch liegt in einer massiven Kapitalerhöhung. Das Unternehmen sammelt rund 350 Millionen Dollar ein. Neue Aktien wechseln dabei für 0,26 Dollar den Besitzer. Dieser Abschlag drückt den Kurs. Trotz des Dämpfers liegt das Papier auf Jahressicht noch immer 65 Prozent im Plus.
Prominente Unterstützung liefert Gina Rinehart. Ihre Gesellschaft Hancock Prospecting investiert 85 Millionen Dollar. Damit steigt ihr Anteil an Arafura auf 17,5 Prozent. Die erste Finanzierungstranche fließt bereits Ende Mai.
Startschuss für das Nolans-Projekt
Parallel dazu treibt das Management das operative Geschäft voran. Der Vorstand hat die endgültige Investitionsentscheidung für das Nolans-Projekt getroffen. Im September 2026 rücken die Bagger an. Die Anlage nördlich von Alice Springs soll künftig Seltene Erden liefern.
Auch die australische Regierung greift dem Unternehmen unter die Arme. Der Staat kauft 500 Tonnen des Materials über seine strategische Reserve. Arafura will mittelfristig bis zu fünf Prozent des weltweiten Bedarfs decken. Das Endprodukt ist unverzichtbar für Elektromotoren und Rüstungsgüter.
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Geopolitik stützt das Geschäft
Das politische Umfeld spielt Arafura in die Karten. Australien will seine Abhängigkeit von chinesischen Lieferketten drastisch reduzieren. Kürzlich zwang die Regierung asiatische Investoren zum Ausstieg beim Konkurrenten Northern Minerals.
Arafura setzt stattdessen voll auf westliche Partner. Abnahmeverträge mit Kunden in Europa und Nordamerika stehen bereits. Staatliche Kreditagenturen aus vier Ländern flankieren das Projekt.
Am 3. Juni öffnet sich das Fenster für Kleinanleger. Über einen Aktienkaufplan will Arafura weitere 25 Millionen Dollar einsammeln. Am 2. Juli folgt dann die außerordentliche Hauptversammlung. Dort müssen die Aktionäre der zweiten großen Finanzierungstranche zustimmen.
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