Nach dem gescheiterten Versuch, TikTok-Anteile außerhalb Chinas zu übernehmen, geht Applovin nun einen eigenen Weg. Der Ad-Tech-Spezialist plant den Aufbau einer selbstständigen Social-Media-Plattform und fordert damit Platzhirsche wie Meta heraus. Kann dieser aggressive Schritt die Kursschwäche der letzten Wochen beenden?
Das Anti-Meta-Modell
Berichten vom Donnerstag zufolge bereitet das Unternehmen den Start eines eigenen sozialen Netzwerks vor. Chief Product Officer Giovanni Ge bestätigte die strategische Neuausrichtung und skizzierte einen Ansatz, der das traditionelle Modell der Konkurrenz umkehrt. Anstatt erst mühsam eine Nutzerbasis aufzubauen und diese später durch Werbung zu monetarisieren, will Applovin seine bereits existierende, massive Werbe-Technologie nutzen, um die neue Plattform direkt mit Nutzern zu füllen.
Untermauert werden diese Ambitionen durch aktuelle Stellenausschreibungen. Das Unternehmen sucht Ingenieure, um das „digitale Rückgrat“ der nächsten Generation einer sozialen Plattform zu entwerfen. Für Applovin bedeutet dies eine signifikante Expansion vom reinen B2B-Technologieanbieter hin zu direkten Konsumentenprodukten.
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Zahlen vs. Stimmung
Die Nachricht sorgte am gestrigen Donnerstag für spürbare Kursgewinne und unterbrach den jüngsten Abwärtstrend. Trotz operativer Rekordergebnisse stand das Papier seit Jahresbeginn unter Druck. Erst am 11. Februar meldete der Konzern für das vierte Quartal 2025 einen Umsatz von 1,66 Milliarden US-Dollar und einen Gewinn je Aktie von 3,24 US-Dollar, was die Konsensschätzungen übertraf.
Dennoch reagierten Anleger zunächst verschnupft auf die Bilanz. Sorgen über eine Normalisierung des Wachstums wogen schwerer als der beeindruckende Free Cash Flow von 3,95 Milliarden US-Dollar für das Gesamtjahr 2025. Die nun bekannt gewordene Strategie bietet Investoren eine neue Erzählung: Weg von der reinen Abhängigkeit des Werbemarktes, hin zu eigenem Inventar im Social-Media-Sektor. Damit versucht das Management aktiv, die Wachstumssorgen der Wall Street zu zerstreuen.
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