AppLovin gerät erneut unter Druck. Nachdem die Aktie in der Vorwoche noch über 11% zulegen konnte, folgte am Montag ein Kurssturz von rund 9-10%. Auslöser: Die US-Börsenaufsicht SEC bestätigte öffentlich, dass ihre Untersuchungen gegen das Werbetech-Unternehmen weiterhin laufen. Für Anleger, die auf eine Entwarnung hofften, war das ein Schlag.
Was die SEC untersucht
Laut Bloomberg News vom 20. Februar bezeichnete die SEC ihre Ermittlungen als „aktiv und andauernd“. Die Behörde lehnte es ab, interne Dokumente herauszugeben – mit der Begründung, dies könne die Untersuchung gefährden. Konkret warnte die SEC, eine Offenlegung könnte es Beteiligten ermöglichen, „Beweise zu fälschen, Zeugenaussagen zu beeinflussen oder Dokumente zu vernichten“.
Die Ermittlungen selbst sollen im Oktober 2025 begonnen haben. Ausgangspunkt waren Hinweise eines Whistleblowers sowie Berichte von Leerverkäufern. Der Vorwurf: AppLovin habe personalisierte Werbung in einer Weise ausgespielt, die gegen Vereinbarungen mit Plattformpartnern verstoßen könnte. Bislang hat die SEC weder AppLovin noch dessen Führungskräfte formell beschuldigt.
Achterbahnfahrt seit Jahresbeginn
Die jüngste Entwicklung ist besonders bitter, weil sie auf eine kurze Erholungsphase folgte. Morgan Stanley hatte erst in der Vorwoche sein Kursziel angehoben und die Aktie mit „Overweight“ bewertet – was dem Papier einen Wochengewinn von 11,2% bescherte. Der Absturz am Montag machte diese Gewinne komplett zunichte.
Seit Jahresbeginn steht AppLovin damit etwa 38% im Minus, gemessen an den Januar-Hochs. Die Aktie hatte im September 2025 noch bei fast 746 US-Dollar notiert und das Jahr 2025 über 670 Dollar beendet. Aktuell bewegt sich der Kurs im Bereich um 323 Euro.
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Starke Zahlen, nervöse Märkte
Operativ läuft es bei AppLovin deutlich besser als der Aktienkurs vermuten lässt. Im vierten Quartal 2025 stieg der Umsatz um 66% auf 1,66 Milliarden Dollar, die bereinigte EBITDA-Marge lag bei beeindruckenden 84%. Trotzdem brach die Aktie nach Veröffentlichung der Zahlen am 12. Februar zunächst um fast 20% ein – ein Zeichen dafür, wie angespannt die Stimmung im KI-Sektor insgesamt ist.
Hinzu kommen unbestätigte Gerüchte über eine mögliche Kooperation mit OpenAI, die am 20. Februar in sozialen Medien kursierten. Weder AppLovin noch OpenAI haben sich dazu offiziell geäußert.
Ausblick bleibt nebulös
AppLovin steckt in einem Dilemma: Das operative Geschäft floriert, doch die regulatorische Unsicherheit lastet schwer auf der Bewertung. Solange die SEC keine Klarheit schafft, dürfte die Aktie volatil bleiben. Die nächsten Quartalszahlen sind für den 6. Mai 2026 angekündigt. Bis dahin könnte auch die allgemeine Stimmung im KI-Sektor – etwa nach den Nvidia-Zahlen am 25. Februar – Einfluss auf den Kurs nehmen.
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