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Symbolbild, KI-generiert

Applovin Aktie: Goldman bremst die Party!

Im dritten Quartal 2026 wuchs AppLovins Nettogewinn um 72 Prozent; Goldman Sachs erhöhte das Kursziel, beließ die Einstufung aber unverändert.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Umsatz im dritten Quartal um 55 Prozent gestiegen
  • Nettogewinn erreichte 1,439 Milliarden Dollar
  • Umsatzprognose fürs vierte Quartal: 2,365 bis 2,395 Milliarden Dollar
  • Goldman Sachs hebt Kursziel an, bleibt bei Halten

AppLovin gewinnt heute nach den gestern veröffentlichten Quartalszahlen und dem Ausblick auf das Schlussquartal 22%. Die Ergebnisse liefern den Anlass für die Rally. Eine uneingeschränkt positive Bewertung folgt daraus aber nicht: Goldman Sachs hebt sein Kursziel an, hält jedoch an seiner Halteempfehlung fest. Damit stehen kräftiges Gewinnwachstum und eine weiterhin zurückhaltende Analysteneinschätzung nebeneinander.

Höheres Kursziel ohne Kaufempfehlung

Eric Sheridan von Goldman Sachs hat heute das Kursziel für AppLovin von 400 $ auf 445 $ angehoben. Seine Einstufung lautet unverändert „Halten“. Die Anpassung fällt damit positiv aus, ohne dass daraus eine Kaufempfehlung wird.

Diese Unterscheidung ist für Anleger wesentlich. Ein höheres Kursziel und eine unveränderte Einstufung senden unterschiedliche Signale: Sheridan setzt die Zielmarke höher an, ändert aber seine grundsätzliche Handlungsempfehlung nicht. Die starke Kursreaktion sollte deshalb nicht mit einem ebenso deutlichen Wechsel des Analystenurteils gleichgesetzt werden.

Gewinn wächst schneller als Umsatz

AppLovin meldete gestern für das dritte Quartal 2026 einen Umsatz von 2,185 Milliarden $. Das entspricht einem Wachstum von 55% gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Noch dynamischer entwickelte sich das Ergebnis. Der Gewinn legte stärker zu als die Erlöse. Damit stützt nicht allein das Umsatzwachstum die positive Aufnahme der Zahlen am Markt.

Der Nettogewinn erreichte 1,439 Milliarden $ und stieg um 72%. Das verwässerte Ergebnis je Aktie betrug 4,30 $.

Für die Einordnung der Rally zählt außerdem der Ausblick. Er gibt Anlegern einen konkreten Rahmen für das Geschäft im Schlussquartal, bleibt aber eine Prognose und kein bereits erzieltes Ergebnis.

Für das vierte Quartal 2026 erwartet AppLovin einen Umsatz zwischen 2,365 und 2,395 Milliarden $. Beim bereinigten operativen Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen setzt das Unternehmen ebenfalls eine Bandbreite an.

Diese Prognose für das bereinigte EBITDA liegt zwischen 1,995 und 2,025 Milliarden $. Sie ist vom ausgewiesenen Nettogewinn zu unterscheiden und darf nicht mit ihm gleichgesetzt werden.

Rückkaufermächtigung ergänzt das Zahlenbild

Neben Ergebnissen und Prognose hat AppLovin eine Erhöhung seiner Rückkaufermächtigung um 3,2 Milliarden $ genehmigt. Damit belief sich der Rahmen per Ende Oktober auf 3,6 Milliarden $.

Entscheidend ist dabei der Status: Die Ermächtigung beschreibt den genehmigten Rückkaufrahmen, nicht bereits ausgeführte Käufe. Sie ergänzt die operative Entwicklung, ersetzt aber keinen Nachweis über tatsächlich zurückgekaufte Aktien.

Die Rally trifft somit auf stark gestiegene Geschäftszahlen und einen erweiterten Rückkaufrahmen. Goldman Sachs zieht daraus bislang eine höhere Zielmarke, aber keine Kaufempfehlung. Genau diese Trennung zwischen Unternehmensentwicklung und Anlageurteil bleibt für die Bewertung des Kurssprungs entscheidend.

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Diskussion zu Applovin

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.