Die Erfolgsgeschichte der AppLovin-Aktie hat einen massiven Riss bekommen. Ein brisanter Bericht des Short-Sellers CapitalWatch erhebt schwerwiegende Vorwürfe gegen das Unternehmen, die von Geldwäsche bis hin zu Verbindungen in die organisierte Kriminalität reichen. Während das Management die Anschuldigungen als „unsinnig“ zurückweist, reagieren Anleger nervös und schicken den Kurs auf Talfahrt.
Der Angriff von CapitalWatch
Auslöser für die Unruhe ist ein Report von CapitalWatch, der am 20. Januar veröffentlicht wurde. Das Research-Haus wirft AppLovin vor, als Drehscheibe für ein Geldwäsche-Netzwerk in Südostasien zu fungieren. Die Sprache des Berichts ist drastisch: Das Unternehmen wird als „ultimatives Denkmal transnationaler Finanzkriminalität“ bezeichnet.
Im Zentrum der Anschuldigungen steht Großaktionär Hao Tang. CapitalWatch behauptet, dass Tang und assoziierte Netzwerke die Werbeplattform von AppLovin genutzt hätten, um globale Geldwäschekontrollen zu umgehen. Konkret sollen Gelder aus illegalen Krypto-Geschäften und Glücksspielringen in China und Südostasien über die Plattform in die US-Märkte geschleust worden sein.
Management wehrt sich gegen „Unsinn“
AppLovin reagierte prompt und wies die Vorwürfe in einer offiziellen Stellungnahme scharf zurück. Das Management bezeichnete den Bericht als falsch, irreführend und „unsinnig“. Die Verteidigung stützt sich auf die wirtschaftliche Unplausibilität der Theorie: Ein solches Schema würde ein systemisches Versagen des gesamten mobilen Werbeökosystems voraussetzen, da Transaktionsströme über mehrere unabhängige Einheiten hinweg sichtbar seien.
Dennoch hinterließ die Nachricht deutliche Spuren im Chart. Die Aktie schloss am Mittwoch mit einem Minus von 5,8 Prozent bei 532,56 US-Dollar. Die Verunsicherung spiegelt sich auch in der mittelfristigen Entwicklung wider: Auf Monatssicht hat das Papier fast 27 Prozent an Wert verloren und kämpft aktuell um Bodenbildung.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Applovin?
Insider-Verkäufe und SEC-Untersuchung
Die aktuelle Skepsis am Markt wird durch weitere Faktoren verstärkt, die über den Short-Report hinausgehen. Daten belegen, dass Insider im vierten Quartal 2025 Aktien im Wert von rund 200 Millionen US-Dollar verkauft haben. Auch CEO Adam Foroughi trennte sich im November von Anteilen in Millionenhöhe, was die Stimmung zusätzlich drückt.
Erschwerend kommt hinzu, dass AppLovin weiterhin unter Beobachtung der US-Börsenaufsicht SEC steht. Eine bereits Ende 2025 eingeleitete Untersuchung bezüglich der Datenerfassungspraktiken des Unternehmens läuft noch immer und erhöht das Risikoprofil für Investoren in der aktuellen Lage.
Der Fokus verlagert sich nun auf den 11. Februar 2026. An diesem Tag veröffentlicht AppLovin seine Zahlen für das vierte Quartal. Marktteilnehmer erwarten, dass sich die Führungsebene im Rahmen der Präsentation detailliert zu den Vorwürfen äußern und versuchen wird, das Vertrauen der Investoren durch den Nachweis der operativen Integrität zurückzugewinnen.
Applovin-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Applovin-Analyse vom 22. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Applovin-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Applovin-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 22. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Applovin: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
