Applied Digital schließt die Neuausrichtung zum Infrastruktur-Provider für Künstliche Intelligenz ab. Mit dem Vollzug der Cloud-Abspaltung und einem vertraglich gesicherten Auftragsbestand von 23 Milliarden Dollar schafft das Unternehmen klare Verhältnisse.
Zweigleisige Strategie für KI-Infrastruktur
Die Cloud-Sparte agiert ab sofort als eigenständiges, börsennotiertes Unternehmen unter dem Namen ChronoScale. Applied Digital erhielt im Zuge der Transaktion rund 138 Millionen Aktien und kontrolliert damit weiterhin 97 Prozent der Anteile. Parallel dazu investierte die Muttergesellschaft 15,75 Millionen Dollar in bar in die neue Tochter.
Indes konzentriert sich Applied Digital künftig auf das Hosting und den Betrieb von Rechenzentren. Ein Kernstück ist der Delta-Forge-1-Campus, für den bereits ein Mietvertrag über 7,5 Milliarden Dollar besteht. Die Trennung soll beiden Einheiten den Zugang zu maßgeschneiderten Finanzierungen erleichtern.
Finanzierung der Expansion in North Dakota
Um den Ausbau der Kapazitäten voranzutreiben, sicherte sich das Unternehmen einen Überbrückungskredit über 300 Millionen Dollar. Die von Goldman Sachs angeführte Finanzierung fließt direkt in den Bau eines dritten KI-Rechenzentrums am Standort Ellendale.
Dieser Ausbau ist notwendig, um den massiven Auftragsrückstau abzuarbeiten. Die Erlöse von 23 Milliarden Dollar sind größtenteils durch 15-jährige Verträge mit finanzstarken Hyperscale-Kunden abgesichert. Das sorgt für eine hohe Visibilität der künftigen Cashflows.
An der Börse wird das Unternehmen aktuell mit rund 10,18 Milliarden Dollar bewertet. Trotz eines Umsatzsprungs von zuletzt 139 Prozent achten Marktbeobachter weiterhin kritisch auf die Profitabilität.
Die Analystenbewertungen reflektieren das Wachstumspotenzial. Die Kursziele bewegen sich derzeit in einer Spanne von 40 bis 53 Dollar.
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