Applied Digital hat am Montag einen kräftigen Satz nach oben gemacht. Die Aktie schloss mit einem Plus von 9,94 Prozent bei 24,34 Euro. Der Grund: Ein überverkaufter Chart trifft auf die bevorstehenden Quartalszahlen.
Der Relative-Stärke-Index war zuletzt in den überverkauften Bereich gerutscht. Genau das lockte offenbar Schnäppchenjäger zurück in die Aktie. Trotz des Kurssprungs bleibt der Titel klar unter seinen wichtigen gleitenden Durchschnitten.
Chartbild bleibt zweigeteilt
Die technische Lage ist widersprüchlich. Kurzfristig zeigt der Trend nach unten, solange der 20-Tage-Durchschnitt unter dem 50-Tage-Durchschnitt liegt. Langfristig sieht es konstruktiver aus, denn der 50-Tage-Durchschnitt notiert weiterhin über dem 200-Tage-Durchschnitt.
Charttechniker blicken auf zwei Marken. Bei 29 US-Dollar wartet Widerstand, bei 24 US-Dollar eine Unterstützungszone, die zuletzt als Auffanglinie diente. Zwischen diesen beiden Levels dürfte sich in den kommenden Tagen entscheiden, wohin die Reise geht.
Starke Bilanz an Beats
Am 27. Juli meldet Applied Digital die Zahlen für das vierte Geschäftsquartal und das volle Fiskaljahr zum 31. Mai 2026. Analysten erwarten einen Verlust von 36 Cent je Aktie bei einem Umsatz von 91,91 Millionen US-Dollar.
Das vorherige Quartal lief deutlich besser als gedacht. Applied Digital meldete einen Gewinn von 9 Cent je Aktie, während der Markt mit einem Verlust von 17 Cent gerechnet hatte. Beim Umsatz übertraf das Unternehmen die Konsensschätzung von 77,11 Millionen US-Dollar mit 126,60 Millionen US-Dollar deutlich.
Diese Serie hat Substanz. Applied Digital hat die Gewinnschätzungen inzwischen sieben Quartale in Folge geschlagen, mit einer durchschnittlichen Gewinnüberraschung von 1,03 Prozent und einer Umsatzüberraschung von 0,44 Prozent über die letzten vier Quartale. Trotz dieser Erfolgsserie schwankte die Stimmung im Juli zwischen scharfen Rallyes und heftigen Rücksetzern – Anleger streiten weiter darüber, wie tragfähig die Wachstumsstory rund um KI-Infrastruktur angesichts der Bilanzrisiken wirklich ist.
Volatilität als Belastungsprobe
Das Ausmaß der jüngsten Bewegungen lässt sich an der Volatilität ablesen. Über die vergangenen 30 Tage lag sie annualisiert bei 76,73 Prozent – ein Wert, der die Nervosität rund um den bevorstehenden Bericht unterstreicht. Zum Vergleich: Die Aktie notiert derzeit 44,02 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch vom 28. Mai bei 43,48 Euro.
Ein Blick auf die längere Distanz relativiert die jüngste Talfahrt allerdings. Binnen zwölf Monaten steht für Applied Digital ein Plus von 156,75 Prozent zu Buche, ausgehend von einem 52-Wochen-Tief bei 8,76 Euro im Juli 2025.
Die kommenden Tage werden zeigen, welche der beiden Erzählungen sich durchsetzt. Ein Zahlenwerk im Rahmen der Beat-Serie könnte die Marke von 29 US-Dollar wieder in Reichweite bringen. Enttäuscht das Unternehmen bei Umsatz oder Ausblick, rückt die Unterstützung bei 24 US-Dollar erneut in den Fokus.
Applied Digital-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Applied Digital-Analyse vom 21. Juli liefert die Antwort:
Die neusten Applied Digital-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Applied Digital-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 21. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Applied Digital: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
