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Apple: Gemini und Claude in iOS 27

Apple übertrifft mit Rekordumsatz und Gewinn die Erwartungen, kündigt milliardenschwere Aktienrückkäufe an und plant eine Öffnung seines KI-Ökosystems.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Umsatzsprung auf 111,2 Milliarden Dollar
  • KI-Öffnung für Drittanbieter-Modelle geplant
  • 100 Milliarden Dollar für Aktienrückkäufe
  • Siri-Vergleich über 250 Millionen Dollar

250 Millionen Dollar für Siri-Probleme, 100 Milliarden für Aktienrückkäufe— Apple liefert gerade auf mehreren Fronten gleichzeitig. Hinter diesen Schlagzeilen steckt eine Strategie, die den Konzern grundlegend verändern könnte.

KI-Öffnung als Systemwechsel

Mit iOS 27 plant Apple einen bemerkenswerten Kurswechsel: Nutzer sollen künftig zwischen verschiedenen KI-Modellen wählen können— darunter Googles Gemini und Anthropic Claude. Das ist ein klarer Bruch mit der Philosophie des geschlossenen Ökosystems, die Apple jahrzehntelang geprägt hat.

Die Forschungsausgaben spiegeln diesen Ehrgeiz wider. Im jüngsten Quartal stiegen die F&E-Aufwendungen um mehr als 30 Prozent auf rund 11,4 Milliarden Dollar. Das Ziel: eine „agentische KI“-Plattform, die nicht mehr allein auf eigener Hardware-Verarbeitung basiert.

Zahlen, die kaum Wünsche offenlassen

Das zweite Fiskalquartal war schlicht außergewöhnlich. Apple erzielte einen Umsatz von 111,2 Milliarden Dollar— ein Plus von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr. iPhone-Erlöse erreichten rund 57 Milliarden Dollar, ein März-Quartalsrekord. Der Dienstleistungsbereich markierte mit knapp 31 Milliarden Dollar ebenfalls ein Allzeithoch.

Besonders auffällig: Greater China legte um 28 Prozent zu und übertraf damit Analystenerwartungen deutlich. Der Gewinn je Aktie kletterte auf 2,01 Dollar und übertraf die Marktprognosen.

Die Bruttomarge von 49,3 Prozent zeigt, wie profitabel der Mix aus Premium-Hardware und hochmargigen Services geworden ist. Das Board genehmigte daraufhin ein milliardenschweres Rückkaufprogramm über 100 Milliarden Dollar. Die Quartalsdividende steigt auf 0,27 Dollar je Aktie und soll im Mai 2026 ausgezahlt werden.

Ausblick übertrifft Erwartungen

Für das laufende dritte Fiskalquartal stellt Apple ein Umsatzwachstum zwischen 14 und 17 Prozent in Aussicht— deutlich mehr als die 9 bis 10 Prozent, mit denen der Markt zuvor gerechnet hatte.

Die Aktie notierte zuletzt bei 244,70 Euro und liegt damit knapp unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Auf Jahressicht hat das Papier rund 41 Prozent zugelegt. Der RSI von knapp 21 signalisiert eine technisch überverkaufte Situation, was manche Beobachter als möglichen Stabilisierungspunkt werten.

Der Siri-Vergleich über 250 Millionen Dollar— bei dem berechtigte iPhone-Nutzer bis zu 95 Dollar je Gerät erhalten könnten— ist in diesem Kontext eine Randnotiz. Entscheidender wird sein, ob Apple die KI-Öffnung zu iOS 27 reibungslos umsetzt und gleichzeitig Engpässe bei der Versorgung mit Hochleistungshalbleitern in den Griff bekommt.

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Diskussion zu Apple

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

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