Morgen Abend öffnet Apple die Bücher. Die Erwartungen sind hoch — und das Umfeld ist alles andere als einfach.
Der globale Speichermarkt steckt in einer Kostenkrise. DRAM-Preise stiegen im Jahresvergleich um 160 Prozent, NAND-Preise um 80 Prozent. Für die meisten Smartphone-Hersteller bedeutet das spürbar sinkende Margen. Apple trifft es anders. Analysten der UBS sehen den Konzern besser positioniert als Android-Konkurrenten, weil das Lieferkettenmanagement frühzeitig kritische Komponenten für iPhone 17 und neue Mac-Modelle gesichert hat.
China erholt sich, Services laufen stabil
Der Ausblick auf das abgelaufene Quartal ist konstruktiv. Für die drei Monate bis Ende März rechnet der Konsens mit einem Umsatz von rund 109,7 Milliarden Dollar und einem Gewinn je Aktie von 1,94 Dollar. iPhone-Erlöse sollen zwischen 56,2 und 56,9 Milliarden Dollar liegen — ein deutliches Plus gegenüber dem Vorjahr.
Rückenwind kommt aus China. iPhone-Verkäufe stiegen dort in den ersten neun Wochen des Jahres um 23 Prozent. Für das Greater-China-Segment erwarten Analysten rund 47,4 Milliarden Dollar Quartalsumsatz.
Das Services-Geschäft bleibt der Stabilitätsanker. Erwartete Erlöse von rund 30,4 Milliarden Dollar gehen mit Bruttomargen von über 70 Prozent einher. Das federt den Kostendruck bei Hardware spürbar ab.
Führungswechsel und Bewertungsfrage
Der morgige Bericht ist der letzte vollständige Quartalsbericht unter Tim Cook. Am 1. September 2026 übernimmt John Ternus die CEO-Rolle. Der Wechsel fällt in eine Phase, in der die Bewertung Fragen aufwirft: Das aktuelle Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei 34x — deutlich über dem Fünf-Jahres-Median von rund 30x.
Auffällig: Interne Unterlagen zeigen Insiderverkäufe von insgesamt 24,6 Millionen Dollar im Vorfeld des Berichts. Beteiligt waren Cook selbst und Senior Vice President Deirdre O’Brien. Marktbeobachter werten solche Transaktionen unterschiedlich — sie können Routine sein, fallen aber im aktuellen Bewertungsumfeld auf.
Die Aktie notierte zuletzt bei 231,85 Euro und liegt damit rund sechs Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Seit Jahresbeginn steht kaum Bewegung zu Buche.
Ausblick auf das Juni-Quartal
UBS hat die Umsatzprognose für das laufende Quartal bis Juni um vier Prozent auf 102 Milliarden Dollar angehoben. Grundlage sind höhere iPhone-Volumenerwartungen von 50,3 Millionen Einheiten. Die Bruttomarge soll konzernweit zwischen 47 und 49 Prozent liegen.
Risiken bleiben: makroökonomische Schwäche in einzelnen Regionen und mögliche Produktionsverzögerungen. Wie das Management diese einschätzt, dürfte auf dem Earnings Call morgen Abend das meistdiskutierte Thema sein.
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