Amazon übernimmt Globalstar für 11,57 Milliarden Dollar — und sichert damit Apples Satelliten-Infrastruktur für die nächste iPhone-Generation. Die Aktie reagierte prompt, und das ausgerechnet zwei Wochen vor den Quartalszahlen.
Satelliten-Deal beseitigt einen blinden Fleck
Seit dem iPhone 14 läuft Apples Satelliten-Konnektivität über Globalstar: Emergency SOS, Nachrichten per Satellit, Find My, Pannenhilfe. Mit der Übernahme durch Amazon bleibt diese Infrastruktur nicht nur erhalten — sie wird ausgebaut. Apple und Amazon unterzeichneten parallel einen separaten Vertrag, der das Amazon-Leo-Netzwerk künftig als Backbone für bestehende und neue iPhone-Features festschreibt.
Was neu hinzukommt, ist bemerkenswert: Apple Maps per Satellit, Fotos in Nachrichten über Satellit, Indoor-Konnektivität, Satellit über 5G und eine Satelliten-API für Drittanbieter-Apps. Amazon Leo soll ab 2028 ein eigenes Direct-to-Device-System betreiben. Der Deal selbst — bewertet mit 90 Dollar je Globalstar-Aktie in bar oder Aktien — soll 2027 nach Regulierungsgenehmigung abgeschlossen werden.
Die Apple-Aktie legte am Mittwoch 2,7 Prozent auf 265,82 Dollar zu. Für ein Papier, das im vergangenen Jahr nur zweimal mehr als fünf Prozent an einem Tag bewegt hat, ist das ein klares Signal: Der Markt nimmt diese Nachricht ernst.
Bank of America erhöht Kursziel vor Q2-Zahlen
Der Satelliten-Deal trifft auf frischen Analystenrückenwind. Die Bank of America hob ihr Kursziel von 320 auf 325 Dollar an und bestätigte ihr Kaufvotum. Begründung: anhaltende iPhone-Dynamik und Wachstum im Services-Segment.
Für das zweite Fiskalquartal, das im März endete und am 30. April berichtet wird, erwartet die Bank of America einen Umsatz von 113 Milliarden Dollar und einen Gewinn je Aktie von 2,00 Dollar — über dem Konsens von 109 Milliarden Dollar und 1,93 Dollar. Das implizierte Umsatzwachstum von rund 18 Prozent läge deutlich über Apples eigener Guidance von 13 bis 16 Prozent. Das Services-Segment soll dabei 14 Prozent zulegen.
Die Bank rechnet außerdem mit einem neuen Aktienrückkaufprogramm über 100 Milliarden Dollar und einer Dividendenerhöhung von etwa fünf Prozent.
Zwei Risiken, die der Markt noch nicht eingepreist hat
Apple geht mit starkem Rückenwind in den Berichtstag: 2,5 Milliarden aktive Geräte, 27 nach oben revidierte Schätzungen, iPhone-Auslieferungen von 52 Millionen Einheiten im Quartal — ein Plus von zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im ersten Fiskalquartal hatte Apple mit 85,3 Milliarden Dollar iPhone-Umsatz einen Rekord aufgestellt, 23 Prozent über Vorjahr.
Zwei Schatten liegen dennoch über dem Bericht: Das DOJ-Kartellverfahren gegen Google bedroht Apples lukratives Suchmaschinen-Abkommen, das bislang kaum in den Konsensschätzungen reflektiert ist. Und die Abhängigkeit von chinesischer Fertigung bleibt angesichts der Zollrisiken ein offener Posten. Wie Apple diese Fragen am 30. April kommentiert, dürfte die Reaktion auf die Zahlen mindestens genauso stark prägen wie die Zahlen selbst.
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