Apple steht aktuell gleich an mehreren Fronten unter Beschuss. Die Aktie verlängerte ihre Verlustserie am Montag deutlich und fiel um 3,46 Prozent auf 246,70 US-Dollar. Verantwortlich für den Ausverkauf sind vor allem eskalierende Zolldrohungen und steigende Kosten bei Speicherchips – beides Faktoren, die Investoren zunehmend nervös machen.
Tech-Sektor im Sinkflug
Der gesamte Technologiesektor geriet am Montag unter Druck, als neue Zollankündigungen die Runde machten. Demnach könnten Abgaben ab Februar bei 10 Prozent starten und bis Juni auf 25 Prozent steigen. Die Unsicherheit trieb Anleger aus Tech-Werten – Apple bildete dabei keine Ausnahme.
Mit einem Minus von über 9 Prozent seit Jahresbeginn hinkt die Aktie dem breiten Markt deutlich hinterher. Das Handelsvolumen lag am Montag mit 80,3 Millionen Aktien über dem Durchschnitt.
Speicherchip-Kosten belasten Margen
Citi-Analyst Atif Malik senkte sein Kursziel für Apple von 330 auf 315 US-Dollar. Der Grund: Die Preise für DRAM-Speicherchips haben sich seit Oktober mehr als verdoppelt, getrieben durch die massive Nachfrage aus dem KI-Sektor. Das könnte Apples Margen belasten.
Allerdings sieht Evercore ISI die Gefahr als gering an. Die Analysten verweisen auf Apples Fähigkeit, Kosten an Kunden weiterzugeben, und auf langfristige Lieferverträge. Sie nahmen Apple in ihre „Tactical Outperform“-Liste auf und halten am Kursziel von 330 US-Dollar fest.
Der Wall-Street-Konsens bleibt grundsätzlich konstruktiv: Von 37 Analysten empfehlen 24 den Kauf, 12 raten zum Halten, nur einer zum Verkauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 283,62 US-Dollar – rund 15 Prozent über dem aktuellen Niveau.
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Faltbares iPhone als neuer Wachstumstreiber?
Malik erwartet, dass Apple im September 2026 sein erstes faltbares iPhone vorstellen wird – zeitgleich mit der iPhone-18-Pro-Reihe. Das Gerät soll rund 2.000 US-Dollar kosten und zunächst etwa 8 Millionen Mal ausgeliefert werden, was etwa 3 Prozent der gesamten iPhone-Verkäufe entspräche. Für 2027 prognostiziert Citi bereits 20 Millionen Einheiten.
Technisch soll das faltbare iPhone mit Apples A20-Pro-Chip ausgestattet sein, gefertigt im 2-Nanometer-Verfahren von TSMC. Das interne Display misst 7,8 Zoll, das äußere 5,3 Zoll.
KI-Partnerschaft mit Google
Apple hat sich mit Google auf die Nutzung von Gemini-KI-Modellen und Cloud-Technologie für eine verbesserte Siri-Version geeinigt. Die Kooperation adressiert eine zentrale Sorge der Analysten: Apples vermeintlichen Rückstand bei künstlicher Intelligenz gegenüber Wettbewerbern.
Durch die Partnerschaft kann Apple KI-Funktionen ausbauen, ohne zusätzliche Speicherkomponenten auf den Geräten zu benötigen – ein Vorteil angesichts der steigenden DRAM-Kosten.
Quartalszahlen am 29. Januar
Am 29. Januar legt Apple die Zahlen für das erste Geschäftsquartal vor, das die wichtige Weihnachtszeit abdeckt. Analysten rechnen mit einem Umsatz zwischen 138 und 140 Milliarden US-Dollar – ein zweistelliges Wachstum im Jahresvergleich. Besonders im Fokus steht die iPhone-Nachfrage während der Feiertage sowie die Entwicklung in China, wo Apple unter zunehmendem Wettbewerbsdruck durch Huawei, Xiaomi und Oppo steht.
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