Der Tech-Gigant sieht sich mit einer juristischen Attacke aus West Virginia konfrontiert, die Fragen zur Sicherheit der iCloud aufwirft und auf die Stimmung drückt. Während in den USA Rechtsstreitigkeiten dominieren, treibt der Konzern seine Expansion in Europa unbeirrt voran. Wie gefährlich wird dieser Spagat für den Aktienkurs?
Brisante Klage belastet
Verantwortlich für die jüngste Unsicherheit ist eine Klage des Generalstaatsanwalts von West Virginia, John McCuskey. Der Vorwurf wiegt schwer: Apple soll wissentlich zugelassen haben, dass die iCloud-Plattform zur Speicherung und Verbreitung von Darstellungen sexuellen Missbrauchs von Kindern (CSAM) genutzt wird. Die Aktie reagierte gestern mit einem Kursrückgang von rund 1,4 Prozent auf etwa 260,58 US-Dollar.
Laut der Klageschrift habe das Unternehmen Datenschutz und Marketing-Narrative über den Kinderschutz gestellt. Besonders die Diskrepanz bei den Meldungen sorgt für Aufsehen: Während Wettbewerber wie Google oder Meta im Jahr 2023 Millionen verdächtiger Fälle an die Behörden meldeten, verzeichnete Apple lediglich 267 Berichte. Kritisiert wird zudem der Rückzug des 2021 geplanten Scaning-Tools „NeuralHash“. Der Bundesstaat fordert nun Schadenersatz und die Implementierung effektiver Erkennungsmaßnahmen.
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Expansion und Analysten-Optimismus
Trotz des juristischen Gegenwinds in den USA sendet Apple Wachstumssignale aus Europa. In Cork, Irland, eröffnete das Unternehmen gestern den neuen, mit erneuerbaren Energien betriebenen „Hollyhill 5“-Campus, der Platz für 1.300 Mitarbeiter bietet. Ergänzend dazu kündigte der Konzern sein erstes permanentes Büro in Dublin an, was die langfristige Bindung an den Standort unterstreicht.
Auch Analysten lassen sich von den aktuellen Schlagzeilen kaum beirren. Das Analysehaus Wedbush bestätigte heute sein „Outperform“-Rating mit einem Kursziel von 350 US-Dollar. Die Experten argumentieren, dass Sorgen um Verzögerungen bei der KI-Einführung überzogen seien. Sie sehen in der kommenden KI-Monetarisierung ein Wertpotenzial von bis zu 100 US-Dollar pro Aktie, das den aktuellen Kursdruck langfristig überkompensieren könnte.
Finanziell untermauert wird dieser Optimismus durch die jüngsten Quartalszahlen, bei denen Apple die Umsatzerwartungen deutlich übertraf. Der Fokus der Anleger verschiebt sich nun auf die Hauptversammlung am 24. Februar und das für den 4. März erwartete „Special Event“, von dem sich Marktbeobachter neue technologische Impulse erhoffen.
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