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Symbolbild, KI-generiert

Apple Aktie: Rekordzahlen, neuer Chef

Apple übertrifft Erwartungen mit starken iPhone-Verkäufen und Dienstleistungsrekord. John Ternus wird im September neuer Konzernchef.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Beste März-Quartalszahlen der Firmengeschichte
  • iPhone-Umsatz steigt um fast 22 Prozent
  • Dienstleistungssparte erzielt neuen Höchstwert
  • CEO-Wechsel zu John Ternus im September

Apple liefert zum Abschluss des zweiten Fiskalquartals ein beeindruckendes Zahlenwerk — und schickt die Aktie vorbörslich rund drei Prozent nach oben. Der Konzern übertrifft die Wall-Street-Erwartungen auf breiter Front, während gleichzeitig der Staffelstab an der Unternehmensspitze übergeben wird.

iPhone auf Rekordkurs

Das Kerngeschäft zeigt sich in blendender Form. Der iPhone-Umsatz kletterte im abgelaufenen Quartal um fast 22 Prozent auf knapp 57 Milliarden Dollar — das zweite Quartal in Folge mit einem Zuwachs in dieser Größenordnung. Der Gesamtumsatz stieg um 17 Prozent auf 111,2 Milliarden Dollar, der Gewinn legte um gut 19 Prozent auf 29,6 Milliarden Dollar zu. Damit erzielte Apple nach eigenen Angaben das beste März-Quartal seiner Geschichte.

Besonders stark: das Dienstleistungsgeschäft. Abos, App-Store-Gebühren und Cloud-Dienste wuchsen um 16 Prozent auf knapp 31 Milliarden Dollar und erreichten damit erneut einen Allzeitrekord. Mac, iPad und das Wearables-Segment legten ebenfalls zu — ein seltenes Bild, bei dem nahezu alle Produktkategorien gleichzeitig im grünen Bereich liegen.

Für das laufende Quartal prognostiziert das Unternehmen ein Umsatzwachstum von 14 bis 17 Prozent — deutlich über dem, was Analysten erwartet hatten. Die angepeilte Bruttomarge von 47,5 bis 48,5 Prozent bezeichnete Morgan Stanley als „bemerkenswert“.

Chip-Knappheit als Bremsklotz

Trotz der starken Zahlen gibt es einen Wermutstropfen. Die anhaltende Knappheit bei Speicherchips — ausgelöst durch die explodierte Nachfrage aus dem KI-Sektor — trifft auch Apple empfindlich. Tim Cook räumte ein, dass die Versorgungsengpässe das iPhone- und Mac-Geschäft zuletzt gebremst haben. Bis zur vollständigen Nachfragedeckung dürften noch Monate vergehen. Gleichzeitig warnte er, dass die steigenden Speicherkosten ab dem laufenden Quartal zunehmend auf die Margen drücken werden.

Analysten gehen davon aus, dass Apple die Preise für die Pro-Modelle der nächsten iPhone-Generation im Herbst anheben könnte, um die Kostensteigerungen abzufedern. Barclays zog das Kursziel zwar auf 253 Dollar herauf, bleibt aber bei seinem skeptischen „Underweight“-Votum — mit Verweis auf die unklare KI-Strategie und die steigenden Beschaffungskosten. Deutlich optimistischer zeigen sich BofA (Kursziel 330 Dollar, „Buy“), Goldman Sachs (340 Dollar) und TD Cowen (335 Dollar), die alle auf die anhaltende iPhone-Stärke und das wachsende Dienstleistungsgeschäft setzen.

Ternus übernimmt im September

Am 1. September löst Hardware-Chef John Ternus Tim Cook als CEO ab. Cook bleibt dem Unternehmen als Executive Chairman erhalten. Ternus meldete sich bereits in der Analystenkonferenz zu Wort und signalisierte, bei Finanzentscheidungen ähnlich diszipliniert vorzugehen wie sein Vorgänger.

Die eigentliche Herausforderung für den neuen Konzernchef liegt auf der KI-Seite. Die überarbeitete, KI-gestützte Version von Siri — die Apple bereits Anfang 2024 angekündigt hatte — soll noch 2026 auf die Geräte der Nutzer kommen. Mit der Einbindung von Googles Gemini-Modell in Siri hat Apple zuletzt einen ungewöhnlichen Schritt getan, der die Abhängigkeit von externen KI-Partnern unterstreicht. Zusätzlich autorisierte der Verwaltungsrat ein neues Aktienrückkaufprogramm über 100 Milliarden Dollar.

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