Apple kämpft gerade auf mehreren Schauplätzen gleichzeitig. Während OpenAI anscheinend ein eigenes KI-Smartphone entwickelt und damit Apples Kerngeschäft herausfordern könnte, überrollt das MacBook Neo alle Erwartungen — und zeigt, dass der Konzern in anderen Bereichen gerade Fahrt aufnimmt.
OpenAI greift nach dem iPhone-Markt
Analyst Ming-Chi Kuo machte Ende April öffentlich, was in der Branche schon länger gemunkelt wird: OpenAI entwickelt gemeinsam mit MediaTek und Qualcomm eigene Smartphone-Prozessoren. Als exklusiver Fertigungs- und Designpartner soll Luxshare fungieren — ein Name, der Apple-Kennern nicht unbekannt ist. Die Massenproduktion ist für 2028 geplant.
Das Konzept dahinter unterscheidet sich fundamental vom klassischen Smartphone: Statt Apps soll ein KI-Agent die Nutzerinteraktion übernehmen, kombiniert aus Cloud- und On-Device-Intelligenz. OpenAI würde dabei auf vollständige Kontrolle über Hard- und Software setzen — ein Ansatz, der Apples eigene Stärke imitiert.
Die Ironie dabei ist kaum zu übersehen. Jony Ive, der legendäre frühere Chefdesigner von Apple, steht hinter dem Start-up, das OpenAI 2025 für 6,4 Milliarden Dollar übernehmen wollte. Konkrete Produkte aus dieser Partnerschaft gibt es bislang nicht — doch die Richtung ist klar.
Gleichzeitig hat Apple selbst eine ambivalente Beziehung zu OpenAI. Einerseits gab es bereits Kooperationen zwischen beiden Unternehmen, andererseits setzt Apple beim Siri-Upgrade nun auf Googles KI-Technologie statt auf ChatGPT.
MacBook Neo trifft einen Nerv
Während der Blick vieler Beobachter auf die KI-Konkurrenz gerichtet ist, liefert Apple an anderer Stelle starke Zahlen. Das MacBook Neo — das günstigste Notebook, das der Konzern je auf den Markt gebracht hat — verkauft sich fast doppelt so gut wie intern erwartet. Die ursprüngliche Produktionsplanung sah rund 5 Millionen Einheiten vor. Nun soll die Fertigung auf etwa 10 Millionen Einheiten hochgefahren werden, was eine Nachbestellung von Chips erforderlich macht.
Das ist ein bemerkenswertes Signal: Niedrigere Einstiegspreise erschließen offenbar Käuferschichten, die Apple bisher links liegen ließ — und könnten die Gesamtstückzahlen im Mac-Segment erheblich verschieben.
Chipstrategie im Wandel
Beim Thema Halbleiter bewegt sich Apple ebenfalls. Berichte über eine vorläufige Einigung mit Intel über die Fertigung eines Teils der Apple-Chips sorgen in der Branche für Aufsehen. Ziel ist es, die Abhängigkeit vom taiwanischen Fertigungsriesen TSMC zu reduzieren und die Lieferkette auf breitere Beine zu stellen. Gespräche sollen bereits seit über einem Jahr geführt worden sein.
Zusammen mit den bereits laufenden Eigenmoden-Entwicklungen zeichnet sich ein Muster ab: Apple arbeitet konsequent daran, kritische Komponenten stärker selbst zu kontrollieren oder zumindest auf mehrere Partner zu verteilen — eine Strategie, die langfristig die Marge schützen soll.
Apple-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Apple-Analyse vom 9. Mai liefert die Antwort:
Die neusten Apple-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Apple-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 9. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Apple: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
