Kurz vor den Quartalszahlen am 30. April verkauften CEO Tim Cook und SVP Deirdre O’Brien Apple-Aktien im Wert von zusammen rund 24 Millionen Dollar. Gleichzeitig gewinnt die KI-Story rund um Siri an Fahrt. Ein Widerspruch? Nicht unbedingt.
Planmäßige Verkäufe, kein Alarmsignal
Beide Transaktionen vom 2. April erfolgten auf Basis vorab festgelegter Handelspläne nach Rule 10b5-1 — Cook unter einem Plan, O’Brien unter einem Plan, der am 24. November 2025 aufgesetzt wurde. Die Timing-Entscheidung fiel also Monate im Voraus, nicht spontan.
Auslöser war zudem ein regulärer RSU-Vesting-Zyklus: Am 1. April wurden insgesamt 64.317 Aktien aus Restricted Stock Units der Jahrgänge 2021 bis 2023 fällig. Solche Verkäufe nach Vesting-Ereignissen sind bei Apple-Führungskräften ein wiederkehrendes Muster.
Siri-Umbau als zentrales Investmentthema
Parallel dazu gewinnt Apples KI-Strategie an Kontur. Laut Reuters plant Apple, Siri in iOS 27 für externe Anbieter wie Google Gemini und Anthropics Claude zu öffnen — über ChatGPT hinaus. Die Zusammenarbeit mit Google soll dabei auf Gemini und Cloud-Infrastruktur für künftige Apple-Basismodelle setzen.
Für die Umsetzung hat Apple die frühere Google-Managerin Lilian Rincon als Leiterin für KI-Produktmarketing verpflichtet. Die WWDC 2026 vom 8. bis 12. Juni gilt als erster konkreter Präsentationstermin für den überarbeiteten Siri.
Morgan Stanley-Analyst Erik Woodring bekräftigt sein Overweight-Rating mit einem Kursziel von 315 Dollar. Wedbush-Analyst Daniel Ives hält sogar an 350 Dollar fest und nennt neben der KI-Strategie den M5-Mac-Lineup und ein günstigeres MacBook Neo als kurzfristige Kurstreiber.
Quartalszahlen mit Gegenwind
Für das zweite Fiskalquartal 2026 erwartet CFO Kevan Parekh ein Umsatzwachstum von 13 bis 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr — das entspricht einer Spanne von 107,8 bis 110,7 Milliarden Dollar. Zum Vergleich: Im ersten Quartal hatte Apple mit 143,8 Milliarden Dollar Rekordumsatz gemeldet, das iPhone-Geschäft wuchs um 23 Prozent.
Ein Dämpfer bleibt die Komponentenknappheit. Apple hatte bereits angekündigt, dass die Margenbelastung im März-Quartal spürbarer ausfallen würde. Hinzu kommt die Abhängigkeit von China: Rund 90 Prozent der iPhones werden dort gefertigt, die Diversifizierung nach Indien schreitet zwar voran, braucht aber noch Jahre.
Die Ergebnisse für das zweite Fiskalquartal veröffentlicht Apple am 30. April — dann wird sich zeigen, ob die Prognose trotz Lieferkettenbelastung gehalten werden konnte.
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