Apple durchläuft derzeit eine Phase, die in dieser Form seit über drei Jahrzehnten nicht mehr zu beobachten war. Die Aktie des iPhone-Konzerns verzeichnete acht aufeinanderfolgende Verlusttage – die längste Negativserie seit 1991. Seit Jahresende hat der Titel rund 6 Prozent eingebüßt. Doch ausgerechnet jetzt heben Analysten ihre Kursziele an.
Gegensätzliche Signale prägen das Bild
Während die Kursentwicklung schwach ausfällt, zeigt sich Evercore ISI optimistisch. Die Investmentbank hob ihr Kursziel von 325 auf 330 US-Dollar an und bekräftigte ihre „Outperform“-Einschätzung. Als Begründung nennen die Analysten eine robuste Nachfrage nach iPhone-Modellen, insbesondere im Premium-Segment. Auch die Kosten für Speicherkomponenten würden sich kaum negativ auswirken.
Für das vierte Quartal erwartet Evercore Umsätze von 140,5 Milliarden US-Dollar – deutlich über dem Marktkonsens von 137,3 Milliarden. Beim Gewinn je Aktie rechnen Optimisten mit 2,71 US-Dollar, während der Konsens bei 2,66 US-Dollar liegt.
Einen anderen Ton schlägt Mizuho Securities an. Die Bank prognostiziert für das Kalenderjahr 2026 einen Rückgang der iPhone-Verkäufe um 8 Prozent. Die Markteinschätzung bleibt damit gespalten.
Strategischer Umbau im Finanzbereich
Parallel zur Kursschwäche vollzieht Apple einen bedeutenden Wechsel im Services-Geschäft. JPMorgan Chase übernimmt die Ausgabe der Apple Card von Goldman Sachs. Das Portfolio umfasst Kredite im Volumen von rund 20 Milliarden US-Dollar. Der Übergang soll etwa 24 Monate dauern.
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Der Schritt erfolgt, nachdem Goldman Sachs seinen Rückzug aus dem Privatkundengeschäft angekündigt hatte. Für Apple geht es darum, das Finanz-Ökosystem zu stabilisieren. Allerdings bleibt das Kreditgeschäft ein sensibler Bereich, da Experten die Qualität der Kreditnehmer kritisch beobachten.
Politischer Druck auf App Store
Zusätzlich wächst der regulatorische Druck. Die demokratischen Senatoren Wyden, Markey und Luján fordern Apple auf, die Apps „X“ und „Grok“ aus dem App Store zu entfernen. Sie werfen den Plattformen vor, gegen die Nutzungsbedingungen zu verstoßen, indem sie die Erstellung nicht einvernehmlicher Deepfake-Bilder ermöglichen. Da der App Store eine zentrale Säule der Services-Umsätze darstellt, könnte dieser Vorgang zu Reputationsrisiken führen.
Entscheidung steht bevor
Am 29. Januar legt Apple die Zahlen für das erste Quartal vor. Bis dahin dürfte die Aktie volatil bleiben. Die Frage, ob die starke Nachfrage nach Premium-Geräten und das Services-Geschäft die skeptischen Prognosen widerlegen, wird sich dann klären.
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