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Apple Aktie: Dreifach-Schlag versetzt Anleger in Aufruhr

Apple führt den Smartphone-Markt an und startet eine aggressive Preisoffensive gegen Adobe mit einem neuen Kreativ-Abo, während Gerüchte über ein innovatives Audio-Gerät kursieren.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Rekordabsatz der iPhone-17-Serie im vierten Quartal
  • Neues Abo-Modell unterbietet Preise von Adobe
  • Adobe-Aktie verliert deutlich nach Ankündigung
  • Gerüchte um Kopfhörer-Entwicklung mit OpenAI

Apple sorgt für gleich drei Schlagzeilen an der Börse. Rekordabsatz bei Smartphones, ein aggressiver Vorstoß ins Kreativ-Software-Geschäft und neue Hardware-Gerüchte lassen Investoren aufhorchen. Doch nicht alle profitieren von Apples Offensive.

Der iPhone-Konzern führt den globalen Smartphone-Markt im vierten Quartal 2025 mit 25 Prozent Marktanteil an – das dritte Jahr in Folge an der Spitze. Die iPhone-17-Serie verzeichnete dabei das stärkste vierte Quartal in der Unternehmensgeschichte. Besonders das Basismodell übertraf die Erwartungen, nachdem Apple den Speicher aufrüstete, ohne die Preise anzuheben.

Rekordquartal trotz steigender Kosten

Das weltweite Smartphone-Geschäft wuchs im vierten Quartal um vier Prozent gegenüber dem Vorjahr auf insgesamt 1,25 Milliarden ausgelieferte Geräte. Apple profitierte dabei von starkem Nachholbedarf während der Feiertage und gezielter Produktionshochfahrung bei den Pro-Modellen. Selbst das ultradünne iPhone Air erfüllte seinen Zweck als Marketing-Instrument im Einzelhandel.

Hinter Apple rangiert Samsung mit 18 Prozent Marktanteil, gefolgt von Xiaomi mit 11 Prozent. Die Konkurrenz kämpft allerdings zunehmend mit Kostendruck durch knappe DRAM-Lieferungen und steigende Speicherpreise – ein Problem, das besonders Anbieter günstiger Einsteigergeräte trifft.

Frontangriff auf Adobe

Parallel startete Apple am 28. Januar ein komplett neues Abo-Modell für professionelle Kreativ-Software. Das Apple Creator Studio bündelt Final Cut Pro, Logic Pro und Pixelmator Pro für 12,99 Dollar monatlich – deutlich unter dem Preisniveau von Adobe.

Die Reaktion an der Börse? Adobe-Aktien brachen um über 5 Prozent ein und notierten bei 309,93 Dollar. Der Software-Riese steht bereits seit Monaten unter Druck durch KI-gestützte Konkurrenzprodukte. Die Aktie hat in zwei Jahren die Hälfte ihres Werts verloren.

KI-gestützte Features als Verkaufsargument

Das neue Studio-Paket wartet mit zahlreichen KI-Funktionen auf. Final Cut Pro erhält automatische Transkript-Suche, visuelle Objekterkennung in Videos und einen Montage-Maker für iPad, der in Sekunden Highlight-Videos zusammenstellt. Logic Pro bietet nun einen KI-Synth-Player für elektronische Performances und automatische Akkord-Erkennung.

Erstmals kommt auch Pixelmator Pro auf das iPad – mit vollständiger Apple-Pencil-Unterstützung und Touch-optimierter Oberfläche. Dazu gibt es Premium-Templates und Bildgeneratoren für Apples Office-Programme Keynote, Pages und Numbers.

Heimlicher Hardware-Coup?

Brisant werden auch Gerüchte um ein völlig neues Audio-Gerät. OpenAI, das im Mai 2025 das Audio-Startup io für 6,5 Milliarden Dollar übernahm, entwickelt angeblich mit Ex-Apple-Designer Jony Ive einen Kopfhörer mit „noch nie dagesenem Design“. Codename: „Sweetpea“. Das Gadget soll die AirPods herausfordern.

Bleibt die Frage: Wird Apple damit zum Rundum-Anbieter für Kreative oder überdehnt der Konzern seine Produktpalette? Die Adobe-Anleger haben ihre Antwort bereits gegeben.

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Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.