Antimony Resources liefert starke Bohrresultate. Der Aktienkurs bricht trotzdem ein. Ein schwächelnder Rohstoffmarkt überschattet die operativen Fortschritte. Ende Juni steht nun ein entscheidender Meilenstein an.
Die erste Ressourcenschätzung
Die Aufmerksamkeit des Marktes richtet sich auf ein einziges Datum. Bis Ende Juni präsentiert SRK Consultants die erste offizielle Ressourcenschätzung für das Bald-Hill-Projekt in Kanada. Dafür hat das Unternehmen ein massives Bohrprogramm absolviert. Ein früherer Bericht skizziert bereits ein Potenzial von 2,7 Millionen Tonnen Erz. Der erwartete Antimon-Gehalt liegt bei bis zu vier Prozent.
Starke Gesteinsproben
Operativ liefert das Projekt vielversprechende Signale. Kürzlich veröffentlichte Antimony Resources neue Daten aus der südlichen Zone. Achtunddreißig Gesteinsproben zeigten einen durchschnittlichen Antimon-Anteil von 19,5 Prozent. In der Spitze erreichten die Werte sogar über 44 Prozent. Das Gebiet verläuft parallel zur Hauptzone.
Gegenwind aus China
Diese operativen Erfolge verpuffen am Markt. Kein Wunder. Der globale Antimon-Preis fiel seit seinem Hoch im Juni 2025 um 36 Prozent. Ein wichtiger Grund ist die Politik Pekings. China hat seine Exportverbote für kritische Mineralien in die USA vorerst ausgesetzt. Diese Regelung gilt bis Ende 2026. Das entspannt die globalen Lieferketten und drückt die Preise.
Kurs unter Druck
Die Aktie spiegelt dieses schwierige Umfeld wider. Aktuell notiert das Papier bei 0,44 Euro. Zwar legte der Kurs heute leicht zu. Vom Jahreshoch bei 1,05 Euro im März bleibt der Wert aber weit entfernt. Auf Zwölf-Monats-Sicht steht dennoch ein massives Plus von 525 Prozent auf der Anzeigetafel.
Langfristig bleibt die strategische Bedeutung des Metalls hoch. Der Westen importiert Antimon fast vollständig aus Ländern wie China oder Russland. Die anstehende Ressourcenschätzung liefert den nächsten harten Fakten-Check. Sie entscheidet, ob Bald Hill von einem reinen Explorationsprojekt zu einem messbaren Anlageziel reift.
