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Antimony Resources Aktie: 70.000–93.000 Tonnen erwartet

Die erste offizielle Ressourcenschätzung für das Bald-Hill-Projekt steht kurz bevor und könnte den Aktienkurs von Antimony Resources maßgeblich beeinflussen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Erste Ressourcenschätzung noch im Juni
  • Hohe Antimon-Gehalte in Bohrkernen
  • Genehmigungsprozess für Abbau gestartet
  • Aktie trotz guter News stark gefallen

Exploration läuft auf Hochtouren, der Kurs nicht. Antimony Resources schloss den Freitag bei 0,42 Euro — rund 60 Prozent unter dem März-Hoch von 1,05 Euro. Dabei häufen sich beim Bald-Hill-Projekt in New Brunswick die positiven Meldungen. Der Widerspruch hat einen Grund: Der Markt wartet auf harte Zahlen.

Erste Ressourcenschätzung steht unmittelbar bevor

Das Wichtigste kommt noch in diesem Monat. Antimony Resources will bis Ende Juni seine erste formale Mineralressourcenschätzung nach NI-43-101-Standard veröffentlichen. Technische Berichte deuten auf eine Ressource zwischen 70.000 und 93.000 Tonnen bei 3,0 Prozent Antimon hin — oder bis zu 124.000 Tonnen bei einem höheren Cutoff-Gehalt von 4,0 Prozent. Die offizielle Schätzung wird diese Zahlen bestätigen oder korrigieren. Für den Kurs ist das ein binäres Ereignis.

Metallurgische Tests zeigen außerdem, dass sich bis zu 92 Prozent des Antimons direkt aus Abraumhalden zurückgewinnen lassen. Das könnte die wirtschaftliche Bewertung des Projekts deutlich verbessern.

Bohrprogramm liefert starke Werte

Die Explorationsdaten selbst sind beeindruckend. Aus einem Schürfprogramm in der South Zone stammen 38 Proben, die im Schnitt 19,5 Prozent Antimon ergaben — Spitzenwerte lagen bei 44,2 Prozent. Das Programm deckte eine Strecke von über 200 Metern ab.

Das laufende Bohrprogramm hat seit April 2025 insgesamt 77 Bohrlöcher mit mehr als 25.000 Metern abgeteuft. Die nächste Phase umfasst Erweiterungsbohrungen in der Main Zone sowie Bohrungen auf drei neu entdeckten mineralisierten Zonen. Das Projektgebiet erstreckt sich inzwischen auf 37 Quadratkilometer.

Genehmigungsweg nimmt Form an

Parallel zur Exploration treibt das Unternehmen den Genehmigungsprozess voran. GEMTEC Consulting Engineers and Scientists — ein auf Umwelt- und Genehmigungsfragen spezialisiertes Büro aus Fredericton — erarbeitet einen formalen Genehmigungsfahrplan inklusive Zeitplan. GEMTEC führt Umwelt-Basiserhebungen durch und hat bereits Gespräche mit Vertretern der Provinz- und Bundesregierung sowie dem lokalen Gemeinderat geführt.

Das Ziel: eine vollständige Genehmigungsantragsstellung bis Q4 2026 oder Q1 2027. Parallel prüft das Unternehmen Abnahmeverträge mit Metallvermarktungsunternehmen.

Antimonmarkt unter Druck

Der Kursrückgang erklärt sich auch durch das veränderte Marktumfeld. China hatte Ende 2025 seine Exportbeschränkungen für Antimon in Richtung USA bis November 2026 ausgesetzt. Seitdem haben sich die globalen Antimonpreise von ihren Hochs zurückgezogen. Die Preislücke zwischen chinesischen und internationalen Märkten schrumpft, weil das Angebot aus Südostasien wächst.

Strukturell bleibt Antimon als kritisches Mineral strategisch relevant. Regierungen weltweit fördern die Diversifizierung der Lieferketten — aber alternative Versorgungsquellen brauchen Zeit.

Charttechnik: Überverkauft, aber unter Druck

Der RSI liegt bei 38,2 — technisch überverkauftes Terrain. Die Aktie notiert deutlich unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 0,62 Euro und hat in den vergangenen 30 Tagen rund 27 Prozent verloren. Auf Jahressicht steht dennoch ein Plus von knapp 490 Prozent.

Mit der Ressourcenschätzung als unmittelbarem Katalysator und dem Genehmigungsfahrplan als mittelfristigem Treiber dürften die kommenden Wochen zeigen, ob der Markt die bisherigen Explorationsergebnisse neu bewertet.

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Diskussion zu Antimony Resources

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

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