Antimony Resources meldet frische Daten vom Bald Hill Projekt in New Brunswick. Gesteinsproben von der Oberfläche zeigen extrem hohe Antimon- und Goldwerte. Das weckt Fantasie bei Anlegern. Die eigentliche Bewährungsprobe steht allerdings erst noch bevor.
Hohe Werte an der Oberfläche
Das Unternehmen hat im Frühjahr 24 Gesteinsproben aus der sogenannten Central Zone entnommen. Diese Zone liegt rund 150 Meter südlich der Hauptzone. Die Ergebnisse fallen auf den ersten Blick stark aus. Im Schnitt enthielten die Proben 4,5 Prozent Antimon.
In der Spitze erreichten einzelne Stücke sogar 20,5 Prozent Antimon. Auch Gold war messbar. Hier lag der Spitzenwert bei 4,72 Gramm pro Tonne. Diese Daten deuten auf eine direkte Verbindung zur Hauptzone hin.
Sollte sich dieser Trend bestätigen, würde das die mineralisierte Fläche deutlich vergrößern. Die Hauptzone käme dann auf eine Länge von über 1.000 Metern.
Warten auf die Laborergebnisse
Oberflächenproben liefern jedoch nur erste Anhaltspunkte. Sie spiegeln selten den tatsächlichen Gehalt der gesamten Lagerstätte wider. Das Management warnt daher vor voreiligen Schlüssen. Wirkliche Gewissheit bringen erst tiefergehende Bohrungen.
Antimony Resources hat in der Central Zone bereits intensiv gebohrt. Erste Analysen der Bohrkerne zeigen antimonhaltigen Stibnit über Breiten von bis zu 37 Metern. Die entscheidenden Laborergebnisse stehen aber noch aus. Das Unternehmen erwartet die Daten in drei bis vier Wochen.
Diese Resultate sind der nächste große Katalysator. Der Markt sucht nach Kontinuität und verlässlichen Breiten. Einzelne Ausreißer an der Oberfläche reichen für ein tragfähiges Minenmodell nicht aus.
Aktie unter Druck
An der Börse reagieren Investoren derzeit zurückhaltend. Die Aktie ging am Freitag bei 0,35 Euro aus dem Handel. Auf Sicht von 30 Tagen verlor das Papier knapp 27 Prozent.
Damit rutschte der Kurs unter alle wichtigen Durchschnittslinien. Sowohl die 50-Tage-Linie als auch die 200-Tage-Linie sind nach unten durchbrochen. Die annualisierte Volatilität liegt bei extremen 97 Prozent.
Kurz gesagt: ein riskantes Umfeld. Auf Jahressicht steht zwar noch ein massives Plus von über 424 Prozent auf der Anzeigetafel. Vom 52-Wochen-Hoch bei 1,05 Euro ist der Wert mittlerweile aber weit entfernt.
Die kommenden Wochen entscheiden über die weitere Richtung. Mitte Juli müssen die Bohrergebnisse aus dem Labor die hohen Oberflächenwerte bestätigen. Liefern die Daten verlässliche Gehalte über größere Breiten, wertet das die Central Zone massiv auf. Enttäuschen die Zahlen, droht der Aktie ein weiterer Ausverkauf.
