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Antimony Resources Aktie: 19,64% Minus in sieben Tagen

Antimony Resources verliert trotz Verpflichtung eines Militärberaters weiter an Wert. Anleger warten auf den Ressourcenbericht.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Aktie fällt um über sechs Prozent
  • Berater mit Militärkontakten verpflichtet
  • Ressourcenbericht für drittes Quartal erwartet
  • Verwässerung durch neue Aktien belastet

Ein neuer Berater mit besten Verbindungen ins US-Verteidigungsministerium – und trotzdem geht es weiter bergab. Die Aktie von Antimony Resources fiel am Dienstag um 6,25 Prozent auf 0,32 Euro. Binnen sieben Handelstagen summiert sich der Verlust auf 19,64 Prozent. Das zeigt: Strategische Nachrichten allein reichen nicht, wenn Anleger auf handfeste Zahlen warten.

Ein Berater mit Militär-Netzwerk

Antimony Resources hat John M. Melkon als Berater für den Vorstand gewonnen. Melkon lehrt seit 2012 an der United States Military Academy und leitet dort das Critical Minerals Consortium. Er sitzt zudem im Board der George Bush School of Government and Public Service.

Das Unternehmen macht keinen Hehl aus dem Zweck der Berufung. Melkons Kontakte ins US-Verteidigungsministerium sollen helfen, Antimon-Lieferungen für das Militär zu sichern. Zusätzlich soll er Türen zu Krediten des Verteidigungsministeriums und der Export-Import Bank öffnen – Geld, das für das Bald-Hill-Projekt gebraucht wird.

Von 2009 bis 2012 arbeitete Melkon als Senior Operations Advisor für die US Army Africa in Vicenza. Dort koordinierte er strategische Partnerschaften mit anderen Behörden und internationalen Partnern. Auf dem Papier passt das Profil perfekt zur Finanzierungsstrategie des Unternehmens.

Der Markt reagiert trotzdem negativ

Die Ankündigung fiel ausgerechnet auf einen Tag mit deutlichem Kursrückgang. Antimony Resources notiert nun 29,90 Prozent unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 0,45 Euro und 33,01 Prozent unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 0,47 Euro. Der 14-Tage-RSI liegt bei 34,2 – die Aktie nähert sich damit überverkauftem Terrain.

Vom Jahreshoch bei 1,05 Euro, erreicht am 17. März, trennen die Aktie mittlerweile 70,11 Prozent. Zum Vergleich: Vor genau einem Jahr, am 14. Juli 2025, markierte das Papier bei 0,07 Euro sein Jahrestief. Der Zwölf-Monats-Vergleich zeigt deshalb trotz der aktuellen Schwäche ein Plus von 327,41 Prozent.

Diese Diskrepanz zwischen Nachrichtenlage und Kursverlauf ist kein neues Muster. Ende Juni lief eine Lock-up-Frist für eine Privatplatzierung aus. Seither drücken 21 Millionen neu handelbare Aktien auf den Kurs. Diese Verwässerungsgefahr hat schon frühere Kursrallys nach Bohrergebnissen und Unternehmensmeldungen wiederholt gedeckelt.

Die eigentliche Wartemarke: der Ressourcenbericht

Was Anleger wirklich bewegen könnte, ist eine offizielle Ressourcenschätzung. SRK Consultants erstellt gerade den ersten formalen Bericht nach dem NI-43-101-Standard. Ursprünglich für Anfang des Jahres angekündigt, verschiebt sich die Fertigstellung nun auf das dritte Quartal 2026.

Am Markt kursieren Gerüchte über ein vorläufiges Update bereits am 23. Juli. Bestätigt hat das Unternehmen diesen Termin bisher nicht.

Die Analysten von GBC AG bleiben bei ihrer positiven Einschätzung zum Explorationsfortschritt. Der aktuelle technische Bericht nach NI-43-101-Standard definiert noch keine formale Mineralressource, sondern ein sogenanntes „Exploration Target“. Die Schätzung: zwischen 69.994 und 92.782 Tonnen Antimon bei einem Gehalt von 3,0 Prozent Sb, oder 93.325 bis 123.711 Tonnen bei 4,0 Prozent Sb.

Geologie trifft Geopolitik – Finanzierungsdruck bleibt

Chinesische Exportkontrollen haben den Antimon-Markt strukturell verknappt. Das spielt Antimony Resources grundsätzlich in die Karten. Der Kursverlauf vom Dienstag zeigt aber: Governance-News und geopolitische Verbindungen allein gleichen Verwässerungssorgen und einen verzögerten Zeitplan nicht aus.

Die annualisierte Volatilität liegt bei über 100 Prozent. Damit bleibt die Aktie extrem empfindlich für zwei offene Fragen: wann SRK Consultants die erste Mineralressource für Bald Hill zertifiziert – und mit welchem Gehalt.

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