China blockiert den Export wichtiger Rohstoffe. Die USA suchen händeringend nach neuen Lieferanten für ihre Rüstungsindustrie. In dieser Lücke positioniert sich Antimony Resources. Das kanadische Bergbauunternehmen startet jetzt eine massive Bohrkampagne in New Brunswick.
Profiteur des Exportstopps
Der globale Markt für Antimon hat sich komplett gedreht. Peking kontrolliert traditionell die Hälfte der weltweiten Minenproduktion. Im Dezember 2024 verbot China den Export in die Vereinigten Staaten. Die Folge: Der Preis für eine Tonne Antimon explodierte auf aktuell rund 60.000 US-Dollar.
Antimony Resources will diese Versorgungslücke schließen. Im Zentrum steht das Bald-Hill-Projekt in Kanada. Das Unternehmen peilt dort ein Explorationsziel von 2,71 Millionen Tonnen Erz an. Der erwartete Antimon-Gehalt gilt als hoch. Um dieses Potenzial exakt zu bestimmen, startet das Management nun ein 19.000 Meter umfassendes Bohrprogramm.
Frühere Bohrungen lieferten bereits starke Resultate. Ein Testabschnitt zeigte fast 15 Prozent Antimon über eine Länge von drei Metern. Die Finanzierung der aktuellen Kampagne ist gesichert. Im Februar meldete der Konzern Barreserven von gut acht Millionen Kanadischen Dollar.
Analysten sehen Kurspotenzial
An der Börse kühlt die anfängliche Euphorie aktuell etwas ab. Die Aktie notiert bei 0,39 Euro und verlor auf Monatssicht knapp 21 Prozent. Dennoch steht auf Jahressicht ein massives Plus von rund 500 Prozent auf der Anzeigetafel.
Das Papier handelt derzeit deutlich unter seinem 50-Tage-Durchschnitt. Analysten bleiben trotzdem optimistisch. Sie rufen ein Kursziel von 3,00 Kanadischen Dollar aus. Als Grund nennen sie den enormen Bedarf der US-Rüstungsindustrie. Große Auftragnehmer wie Lockheed Martin sitzen auf milliardenschweren Auftragsbeständen. Sie brauchen den kritischen Rohstoff dringend.
Die kommenden Monate bringen nun Klarheit. Erste Ergebnisse der Bohrkampagne fließen im dritten Quartal ein. Fallen diese positiv aus, festigt das Unternehmen seine Rolle als nordamerikanischer Schlüssellieferant. Gelingt der Nachweis der hochgradigen Vorkommen, rückt das alte 52-Wochen-Hoch von 1,05 Euro schnell wieder in den Fokus der Investoren.
