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Antimony Resources Aktie: 15,9 Meter in der Main Zone

Antimony Resources meldet hochgradige Antimonfunde in New Brunswick. Westliche Industrie sucht angesichts chinesischer Exportrestriktionen nach neuen Quellen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Vielversprechende Bohrergebnisse in der Main Zone
  • 18.000 Meter Bohrprogramm läuft auf Hochtouren
  • China verschärft Exportkontrollen für Antimon
  • Aktie zeigt hohe Volatilität im Jahresverlauf

Antimony Resources meldet neue Bohrerfolge in New Brunswick. Gleichzeitig wächst der Druck auf westliche Industriekonzerne, sich unabhängig von chinesischem Antimon zu machen. Beide Entwicklungen treffen bei diesem Explorer gerade aufeinander.

Hochgradige Ergebnisse in der Main Zone

Am 6. Juli 2026 veröffentlichte Antimony Resources Analyseergebnisse von vier weiteren Bohrlöchern. Sie stammen aus der Main Zone des Bald-Hill-Projekts, konkret von der Westseite der Zone. Alle Bohrkerne enthielten antimonhaltiges Stibnit.

Bohrloch BH-26-27 lieferte den stärksten Treffer: eine mineralisierte Zone von 15,9 Metern Mächtigkeit. Die Löcher BH-26-20 und BH-26-25 bestätigten hochgradige Mineralisierung mit durchschnittlich rund 4,5 Metern Zonendicke. Die meisten Treffer lagen in einer Tiefe zwischen 100 und 150 Metern, eine Zone reichte sogar bis 260 Meter hinab.

18.000 Meter Bohrprogramm laufen weiter

Die aktuellen Zahlen sind Teil eines Bohrprogramms mit einem Gesamtumfang von 18.000 Metern. Ziel ist es, die bekannte Mineralisierung bei Bald Hill deutlich auszuweiten. Neben der Main Zone untersucht das Unternehmen inzwischen auch neu identifizierte Zonen, um die tatsächliche Größe der Lagerstätte zu bestimmen.

In der Central Zone laufen die Arbeiten bereits auf Hochtouren. Mehr als 2.000 Meter wurden dort gebohrt, um Mineralisierung unterhalb bereits kartierter Oberflächengräben zu testen. Das Management rechnet mit weiteren Ergebnissen aus dem Labor in etwa zwei Wochen.

Antimon wird zum strategischen Engpass

Der Ausbau bei Bald Hill trifft auf eine angespannte globale Versorgungslage. China dominiert die weltweite Antimonproduktion und hat die Exportlizenzen für militärische und Solar-Anwendungen deutlich verschärft. Für europäische Industriekonzerne wie Hensoldt und BASF ist das ein echtes Problem.

Antimon steckt in Halbleiterverbindungen wie Indiumantimonid, die in Infrarotsensoren und Radarsystemen zum Einsatz kommen. In der Chemieindustrie bleibt Antimontrioxid der wichtigste Synergist für Flammschutzmittel — gebraucht in der Elektromobilität und bei technischen Kunststoffen. Westliche Unternehmen suchen deshalb aktiv nach Lieferquellen außerhalb Chinas. Projekte wie Bald Hill rücken damit stärker in den Blick der Industrie.

Kursbild bleibt volatil

Die Aktie notiert aktuell bei 0,41 Euro, ein Minus von 0,49 Prozent auf Tagesbasis. Auf Wochensicht steht dagegen ein Plus von 10,9 Prozent zu Buche, was die Schwankungsbreite des Titels zeigt. Der Blick auf ein Jahr offenbart die eigentliche Dynamik: Der Kurs legte um 335,76 Prozent zu.

Vom 52-Wochen-Hoch bei 1,05 Euro aus dem März 2026 ist die Aktie allerdings weit entfernt — der Abstand beträgt 61,38 Prozent. Zum 52-Wochen-Tief von 0,07 Euro liegt dagegen ein Puffer von 452,24 Prozent. Der RSI von 46,4 deutet auf eine neutrale Marktstimmung hin, während Anleger die technischen Daten aus dem laufenden Bohrprogramm verarbeiten.

Die nächsten Ergebnisse aus der Central Zone dürften in etwa zwei Wochen vorliegen. Sie werden zeigen, ob sich die Mineralisierung auch unterhalb der bereits kartierten Oberflächenzonen bestätigt.

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