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Symbolbild, KI-generiert

Antimony Resources: 21 Millionen Aktien ab 29. Juni frei

Am 29. Juni werden 21 Millionen Aktien aus einer Privatplatzierung frei handelbar. Der Kurs notiert bereits 66 Prozent unter dem Märzhoch.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Lock-up-Ablauf für 21 Millionen Aktien
  • Kurs bereits 66 Prozent unter Märzhoch
  • Entscheidende Ressourcenschätzung steht bevor
  • Genehmigungsverfahren für Bald-Hill-Projekt läuft

Für Antimony Resources beginnt die neue Handelswoche mit einem Datum, das den Kurs kurzfristig stärker bewegen dürfte als jede Bohrmeldung. Am 29. Juni werden rund 21 Millionen Aktien und Warrants aus einer früheren Privatplatzierung frei handelbar. Der Kurs steht bereits 66 Prozent unter seinem Märzhoch — und der Gegenwind könnte zunehmen.

Verkaufsdruck trifft schwachen Kurs

Die Privatplatzierung brachte dem Unternehmen rund 9,5 Millionen kanadische Dollar ein. Der Ausgabepreis lag bei 0,45 kanadischen Dollar je Einheit, jede Einheit enthielt eine Aktie und einen Warrant mit Ausübungspreis von 0,75 kanadischen Dollar. Der aktuelle Kurs von 0,35 Euro liegt deutlich darunter. Für Anleger, die damals eingestiegen sind, bedeutet das: Verkaufen kostet Verluste, Halten setzt auf eine Erholung.

Die Kursentwicklung der vergangenen Wochen spricht eine klare Sprache. In den letzten 30 Tagen verlor die Aktie knapp 27 Prozent. Der 50-Tage-Durchschnitt liegt bei 0,53 Euro — ein Abstand von 33 Prozent nach unten. Der RSI notiert bei 36 und signalisiert technische Schwäche, ohne bislang in den überverkauften Bereich zu rutschen.

Entscheidend wird sein, ob SRK Consultants zeitgleich mit dem Lock-up-Ablauf eine NI-43-101-Ressourcenschätzung vorlegt. Das konzeptionelle Explorationsziel liegt bei rund 2,7 Millionen Tonnen mit Antimongehalten zwischen 3 und 4 Prozent. Jüngste Bohrergebnisse waren bemerkenswert: Bohrloch BHW-26-04 lieferte 36 Prozent Antimon, BH-26-15 traf 27 Prozent — beide aus rund 240 Metern Tiefe. Eine bestätigte Ressource könnte den Angebotsüberhang teilweise absorbieren. Eine enttäuschende Schätzung käme zur Unzeit.

Genehmigungsverfahren nimmt Fahrt auf

Parallel zur kurzfristigen Marktdynamik verlagert sich die strategische Erzählung bei Antimony Resources. Das Unternehmen hat die reine Explorationsphase verlassen und bereitet nun das Genehmigungsverfahren für das Bald-Hill-Projekt in New Brunswick vor. GEMTEC Consulting Engineers and Scientists entwickelt einen Genehmigungsfahrplan. Erste Gespräche mit Regulatoren auf Provinz- und Bundesebene sowie mit dem Department of Indigenous Affairs laufen bereits.

GEMTEC hat sich bereits mit dem Technical Review Committee getroffen — dem Gremium, das Genehmigungsanträge bewertet. Ziel ist es, Zuständigkeiten und mögliche Bedenken früh im Umweltprüfprozess zu klären. Den Genehmigungsantrag will das Unternehmen im vierten Quartal 2026 oder im ersten Quartal 2027 einreichen.

Eine offene Frage bleibt: Reicht eine provinzielle Umweltprüfung, oder zieht das Projekt eine umfassendere Bundesprüfung nach sich? Diese Unsicherheit dürfte das zweite Halbjahr 2026 begleiten.

Politische Rückendeckung gibt es bereits. Anfang Juni besuchte New Brunswicks Minister für natürliche Ressourcen, John Herron, das Bald-Hill-Gelände persönlich. Er verwies auf die Bergbautradition der Provinz und deren Mineralstrategie, die Investitionen anziehen und Arbeitsplätze schaffen soll — bei gleichzeitigem Umweltschutz und Einbindung der First Nations.

Antimon: Strukturell knapp, aber vom Hoch entfernt

Das Rohstoffumfeld bleibt langfristig stützend, hat sich aber abgekühlt. Der Antimonpreis liegt aktuell bei rund 51,80 US-Dollar je Kilogramm — ein Rückgang von knapp 6 Prozent seit Jahresbeginn. Vom Hochpunkt bei rund 60.000 US-Dollar je Tonne im Juni 2025 hat sich der Preis um 36 Prozent entfernt.

Strukturell bleibt der Markt eng. China hat sein vollständiges Exportverbot gegenüber den USA bis November 2026 ausgesetzt, das Verbot für militärische Endnutzungen gilt aber weiter. Alle Lieferungen benötigen eine Lizenz aus Peking. Die USA importieren jährlich zwischen 20.000 und 25.000 Tonnen Antimon — fast ausschließlich aus China. Eigene Primärproduktion gibt es seit der Schließung der Sunshine Mine in Idaho im Jahr 2001 nicht mehr.

Neue Nachfragequellen kommen hinzu. Natriumantimonat in Photovoltaikglas, Antimontrioxid in flammhemmendem PVC für Rechenzentren und medizinische Verbindungen stützen den Verbrauch. Das Angebot außerhalb Chinas bleibt knapp.

Die Handelswoche ab dem 29. Juni wird zeigen, wie der Markt das Lock-up-Ereignis verdaut. Kommt die SRK-Ressourcenschätzung zeitnah und fällt überzeugend aus, hat die Aktie eine Chance, den Angebotsüberhang wegzustecken. Bleibt sie aus, dürfte der laufende 19.000-Meter-Bohrkampagne bis Ende des dritten Quartals 2026 die nächste konkrete Bewertungsgrundlage liefern.

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