Die Aktie von Anglo American legte am Dienstag kräftig zu und kletterte um über 9% auf 2.490 Pence. Grund für den Kurssprung: Der britische Bergbauriese gab eine spektakuläre Fusion bekannt, die die Branche aufhorchen lässt.
Mega-Deal schafft Kupfer-Giganten
Anglo American und das kanadische Unternehmen Teck Resources kündigten eine Fusion unter Gleichen an. Das neue Unternehmen wird zum fünftgrößten Kupferproduzenten der Welt aufsteigen und zusätzlich starke Positionen bei Eisenerz und Zink aufbauen.
Die Zahlen sind beeindruckend: Ganze 800 Millionen US-Dollar an Synergien soll der Zusammenschluss auf Konzernebene bringen. Zusätzlich winken weitere 1,4 Milliarden Dollar durch den gemeinsamen Betrieb der Collahuasi- und Quebrada Blanca-Minen in Chile.
Während Anglo Americans Papiere um etwa 9% zulegten, schnellten die Teck-Aktien sogar um 14% in die Höhe. Ein klares Zeichen dafür, dass der Markt die Transaktion positiv bewertet.
Berenberg ändert Einschätzung grundlegend
Die Investmentbank Berenberg reagierte prompt auf die Fusion und stufte Anglo American von „Verkaufen“ auf „Halten“ hoch. Gleichzeitig erhöhte sie das Kursziel deutlich von 19 auf 23 Pfund.
Doch nicht alles läuft rund bei dem Bergbaukonzern. Die Analysten sehen weiterhin Herausforderungen bei der geplanten Unternehmensvereinfachung. Besonders die schwachen Preise für metallurgische Kohle bereiten Kopfzerbrechen – ein geplanter Deal mit Peabody Energy war bereits gescheitert.
Diamanten-Division bleibt Sorgenkind
Auch die geplante Veräußerung der Diamanten-Sparte De Beers gestaltet sich schwierig. Der schwache Diamantenmarkt macht potenzielle Käufer zurückhaltend, was die Strategie zur Portfoliobereinigung verzögert.
Trotz dieser Hürden sorgte die Fusion für frischen Wind in der Aktie. Anglo American gehörte zu den Top-Performern im britischen Markt und zog auch andere Bergbauwerte mit nach oben.
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