Bei Andritz Hydro in Kriens hat am Donnerstag eine chemische Reaktion für starke Rauchentwicklung gesorgt. Laut Feuerwehr ereignete sich der Vorfall bei Arbeiten mit Chemikalien; niemand wurde verletzt, und für die Bevölkerung bestand keine Gefahr.
Der Standort war bereits am Mittwoch Gegenstand einer weiteren Unternehmensmeldung: Andritz Hydro hat seinen Hauptsitz innerhalb von Kriens verlegt. Die Mitarbeitenden wechselten vom Bell-Areal ins benachbarte Schappe Center, wo rund 130 Beschäftigte arbeiten. Der Umzug der Service-Werkstatt nach Buchrain ist für Anfang 2028 geplant.
Anlagenprojekte in Indien
Im operativen Geschäft hat Andritz für JSW Steel Coated Products eine zweite Säureregenerationsanlage am indischen Standort Vasind in Betrieb genommen. Nach Unternehmensangaben kann sie 6.400 Liter verbrauchte Beizsäure pro Stunde aufbereiten. Beide Anlagen decken gemeinsam den Regenerationsbedarf des Standorts.
Ein weiteres Projekt in Indien betrifft die Aufbereitung von Bambus. Medienberichten zufolge lieferte Andritz dafür Anlagen an die von Assam Bio Ethanol Private Limited betriebene Ethanolanlage. Diese wurde bereits im September 2025 eröffnet.
Quartalsgeschäft und Jahresausblick
Den finanziellen Rahmen bilden die vor rund zwei Wochen veröffentlichten Quartalszahlen und die bestätigte Jahresprognose. Andritz meldete für das dritte Quartal 2026 einen Auftragseingang von 2.166,2 MEUR. Damit überschritt das Bestellvolumen zum achten Quartal in Folge die Marke von 2 Mrd. EUR.
Der Umsatz stieg im selben Berichtszeitraum um 9,2 % auf rund 2,1 Mrd. EUR.
Für 2026 bestätigte Andritz einen erwarteten Umsatz von 8,0 bis 8,3 Mrd. EUR.
Die Prognose für die vergleichbare EBITA-Marge liegt bei 8,7 bis 9,1 %.
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