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Symbolbild, KI-generiert

Anavex Aktie: 7,8 Millionen Gewinn im Q3 2026

Anavex überrascht mit Gewinn im dritten Quartal, getragen von Sondereffekten. Die Liquidität ist solide, die klinische Pipeline schreitet voran.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Unerwarteter Nettogewinn von 7,8 Millionen Dollar
  • Gewinn durch Rückbuchungen von Aktienvergütungen
  • Liquidität auf 118,3 Millionen Dollar gestiegen
  • Kampfabstimmung um Board-Kontrolle angekündigt

Das US-Biotechnologieunternehmen Anavex Life Sciences hat für das dritte Geschäftsquartal 2026 einen unerwarteten Sprung in die Gewinnzone gemeldet. Während das Unternehmen im Vorjahreszeitraum noch einen Verlust von 13,2 Millionen US-Dollar verzeichnete, stand zum 30. Juni 2026 ein Nettoeinkommen von 7,8 Millionen US-Dollar beziehungsweise 0,08 US-Dollar je Aktie zu Buche. Dieser positive Abschluss stützt die Kursentwicklung am heutigen Dienstag: Die Aktie legt um 7,2 % auf 2,91 € zu und notiert damit etwa 19 % über ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 2,44 €.

Buchungseffekte und solide Liquidität

Der erzielte Quartalsgewinn resultiert Medienberichten zufolge maßgeblich aus bilanziellen Sondereffekten und nicht primär aus operativen Erlösen. Ursächlich für das positive Ergebnis waren Rückbuchungen von aktienbasierten Vergütungen, die mit dem Ausscheiden des ehemaligen CEO im Zusammenhang stehen. Dies führte dazu, dass die Aufwendungen für allgemeine Verwaltung sowie Forschung und Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr deutlich sanken und teilweise als Erstattungen ausgewiesen wurden.

Trotz dieser buchhalterischen Besonderheiten verbesserte sich die Cash-Position des Unternehmens. Zum Ende des Berichtszeitraums verfügte Anavex über liquide Mittel in Höhe von 118,3 Millionen US-Dollar, verglichen mit 102,6 Millionen US-Dollar im September des Vorjahres. Das Unternehmen geht davon aus, dass die vorhandenen Reserven ausreichen, um den operativen Betrieb bis Mitte oder Ende des Geschäftsjahres 2028 zu finanzieren.

Fortschritte in der klinischen Pipeline

Parallel zu den Finanzzahlen veröffentlichte Anavex Updates zum Stand seiner wichtigsten Entwicklungsprogramme. Im Bereich der Alzheimer-Forschung wurden die Daten für den Wirkstoff Blarcamesine (ANAVEX2-73) bereits im März an die US-Arzneimittelbehörde FDA übermittelt.

Zudem hat das Unternehmen eine wissenschaftliche Beratung durch die europäische EMA erhalten und plant den Start einer klinischen Phase-3-Studie unter der Bezeichnung ANAVEX2-73-AD-005.

Beim Rett-Syndrom treibt das Unternehmen die Vorbereitungen für eine Phase-3-Studie mit etwa 170 Teilnehmern voran. Hierfür wurde bereits ein Treffen mit der FDA beantragt.

Die Dringlichkeit in diesem Segment wird durch die Wettbewerbssituation unterstrichen: Gestern erhielt Neuren Pharmaceuticals von der EU-Kommission die Marktzulassung für Trofinetide, die erste Therapie gegen das Rett-Syndrom in Europa, deren Markteinführung in Deutschland für das vierte Quartal 2026 geplant ist. Anavex plant zudem, im September 2026 einen Zulassungsantrag für eine Studie zum Fragilen-X-Syndrom einzureichen.

Spannungen vor der Hauptversammlung

Trotz der operativen Fortschritte steht die Unternehmensführung unter Druck. Für die Jahreshauptversammlung am 24. September 2026 zeichnet sich eine Kampfabstimmung ab. Der Investor PVG, der einen Anteil von 0,35 % an Anavex hält, strebt die Kontrolle über das Board of Directors an. Anavex hat seinen Aktionären bereits empfohlen, für die eigene Liste zu stimmen, und kritisiert die mangelnde Branchenexpertise der Gegenkandidaten.

Zusätzlich muss Anavex regulatorische Hürden an der Börse nehmen. Aufgrund verspätet eingereichter Quartalsberichte (Form 10-Q) liegt ein Verstoß gegen die Compliance-Regeln der Nasdaq vor. Das Unternehmen hat jedoch bereits einen Plan zur Wiederherstellung der Konformität eingereicht. Ungeachtet dieser administrativen Probleme bestätigten Analysten zuletzt ihre positive Einschätzung mit einem Kursziel von 20 US-Dollar.

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Diskussion zu Anavex

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