Analog Devices schockt die Märkte – im positiven Sinne. Der US-Halbleiterhersteller hat zum ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 Zahlen vorgelegt, die selbst optimistische Analysten überrascht haben. Der Umsatz kletterte im Jahresvergleich um satte 30,4 Prozent auf 3,16 Milliarden Dollar. Noch beeindruckender: Der bereinigte Gewinn je Aktie schoss um 51 Prozent auf 2,46 Dollar nach oben.
Getrieben wurde diese Entwicklung vor allem durch zwei Bereiche: Die Industrieautomation läuft weiterhin auf Hochtouren, während KI-gestützte Rechenzentren Rekordbestellungen generieren. Das Management betont dabei ausdrücklich, dass diese Zahlen keine Lageraufstockungen widerspiegeln, sondern echte Nachfrage aus den Endmärkten.
Ausblick verspricht Fortsetzung der Erfolgsstory
Und es soll weitergehen. Für das zweite Quartal stellt Analog Devices einen Umsatz von rund 3,5 Milliarden Dollar in Aussicht. Beim bereinigten Gewinn rechnet das Unternehmen mit 2,73 bis 3,03 Dollar je Aktie. Obendrauf gibt es für die Aktionäre eine Dividendenerhöhung um elf Prozent auf 1,10 Dollar pro Quartal – bereits das 22. Jahr in Folge mit steigender Ausschüttung.
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Die Analysten überschlagen sich mit positiven Einschätzungen. Raymond James hob das Kursziel von 290 auf 385 Dollar an und begründet dies mit fünf aufeinanderfolgenden Quartalen mit sequenziellem Wachstum über dem Marktdurchschnitt. Stifel zog nach und schraubte sein Kursziel von 360 auf 405 Dollar hoch. Beide Häuser betonen die langfristigen Wachstumstreiber in Bereichen wie automatisierte Testausrüstung, Luft- und Raumfahrt sowie Rechenzentren.
Europäischer Profiteur: Infineon zieht mit
Die starken Zahlen von Analog Devices wirken sich auch über den Atlantik aus. Die Infineon-Aktie profitiert vom positiven Branchensentiment und erreichte am Donnerstagmorgen mit rund 46,37 Euro den höchsten Stand seit 2001. Die Anleger setzen offenbar darauf, dass der deutsche Chipriese ähnlich von der anhaltend starken Nachfrage in Industrieautomation und Rechenzentren profitieren wird.
Analog Devices hat sich nach Einschätzung der Analysten als Branchenführer bei hochwertigen Systemen in den Bereichen Elektrifizierung, Automatisierung und Energieversorgung positioniert. Mit branchenführenden Margen und einer Marktkapitalisierung von 164,92 Milliarden Dollar gehört das Unternehmen zu den Schwergewichten im Halbleitersektor. Die Aktie hat im vergangenen Jahr bereits knapp 60 Prozent zugelegt und notiert aktuell bei 346 Dollar – nur knapp unter dem 52-Wochen-Hoch von 355,36 Dollar.
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