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Ams Osram Aktie: Warten auf den Deal

Der Technologiekonzern befindet sich in fortgeschrittenen Verkaufsgesprächen, während ein Anleihe-Rückkauf unter den Erwartungen blieb. Die Marktunsicherheit bleibt hoch.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Fortgeschrittene Verhandlungen über Verkauf von Geschäftsbereichen
  • Anleihe-Rückkauf erreicht nur zwei Drittel des Ziels
  • Aktie notiert deutlich unter 200-Tage-Durchschnitt
  • RSI signalisiert extrem überverkaufte Situation

Die Restrukturierung des österreichischen Technologiekonzerns geht in die entscheidende Phase, doch die Skepsis am Markt bleibt greifbar. Während Verhandlungen über den Verkauf von Unternehmensteilen laut Management voranschreiten, lief der jüngste Rückkauf von Wandelanleihen schleppender als erhofft. Anleger stellen sich nun die zentrale Frage: Reichen die kommenden Erlöse aus, um den Schuldenberg effektiv abzutragen und die Bilanz nachhaltig zu stabilisieren?

  • Kurs: 9,11 € (Schlusskurs Freitag)
  • Entwicklung: +1,00 % am Freitag, jedoch hohe Volatilität
  • RSI (14): 16,4 (stark überverkaufter Bereich)
  • Treiber: Verkaufsverhandlungen und Anleihe-Rückkauf

Zähes Ringen um die Entschuldung

Das dominierende Thema zum Wochenausklang war die Bestätigung des Unternehmens, sich in „fortgeschrittenen Verhandlungen“ über die Veräußerung von Geschäftsaktivitäten zu befinden. Obwohl diese Nachricht prinzipiell den Fortschritt des Programms „Re-establish the Base“ bestätigt, reagierten Investoren verhalten. Der Markt preist derzeit die Risiken ein, dass die erzielen Verkaufspreise möglicherweise nicht ausreichen, um die Verschuldung im gewünschten Maße zu senken. Die Devise lautet: Erst wenn konkrete Summen auf dem Tisch liegen, kehrt Vertrauen zurück.

Zusätzliche Zurückhaltung löste das Ergebnis des jüngsten Anleihe-Rückkaufs aus. Ams Osram hatte angeboten, Teile seiner bis 2027 laufenden Wandelanleihe zurückzukaufen, mit einem Zielvolumen von bis zu 300 Millionen Euro. Tatsächlich realisierte das Unternehmen jedoch nur etwa zwei Drittel dieser Summe. Dies wird am Markt ambivalent aufgenommen: Zwar schont es kurzfristig die Liquidität, doch der aktive Abbau der Verbindlichkeiten verläuft langsamer als das theoretische Maximum.

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Charttechnik und Ausblick

Die Unsicherheit spiegelt sich deutlich im Chartbild wider. Trotz eines leichten Anstiegs von 1,00 Prozent am Freitag auf 9,11 Euro notiert die Aktie weiterhin deutlich unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt von 10,18 Euro. Der RSI-Indikator von 16,4 signalisiert eine extrem überverkaufte Situation, was kurzfristig technische Gegenbewegungen begünstigen könnte, sofern positive Nachrichten folgen.

Für die kommende Handelswoche liegt das Augenmerk auf einer möglichen Ad-hoc-Mitteilung zum Abschluss der Verkaufsverhandlungen. Ein erfolgreicher Deal, der die Markterwartungen hinsichtlich des Verkaufspreises erfüllt, wäre essenziell, um die aktuelle Pattsituation aufzulösen. Spätestens mit den im Februar erwarteten Quartalszahlen müssen dann auch operative Beweise für die Marge geliefert werden.

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