ams OSRAM feiert auf der Light + Building in Frankfurt 120 Jahre Marke OSRAM – doch hinter der Jubiläumsfassade läuft ein tiefgreifender Konzernumbau. Stellenabbau, Portfolioverkäufe und ein ambitioniertes Sparprogramm prägen das Bild. Kann das Unternehmen die Schuldenlast schnell genug abbauen?
Der Nettoverlust schrumpfte 2025 deutlich: von 786 Millionen Euro im Vorjahr auf 130 Millionen Euro. Der Umsatz lag bei 3,3 Milliarden Euro, der freie Cashflow bei 144 Millionen Euro – und damit oberhalb der eigenen Zielmarke von 100 Millionen Euro.
Verkäufe treiben Entschuldung voran
Zwei Transaktionen stehen im Mittelpunkt der Entschuldungsstrategie. Den Abschluss hat ams OSRAM bereits hinter sich: Das Entertainment- und Industrielampengeschäft (ENI) wurde für 114 Millionen Euro an den japanischen Anbieter Ushio verkauft. Mit dem Deal wechselten rund 500 Beschäftigte, Produktionsstätten in Berlin sowie Forschungskapazitäten den Eigentümer.
Der größere Schritt folgt im zweiten Quartal 2026: Der Verkauf des nicht-optischen Sensorgeschäfts an Infineon soll 570 Millionen Euro in bar einbringen. Pro forma verbessert sich der Verschuldungsgrad durch beide Transaktionen von 3,3x auf 2,5x. Das erklärte Ziel: Die Nettoverschuldung unter das Zweifache des bereinigten EBITDA drücken.
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Sparprogramm trifft Tausende Stellen
Parallel dazu läuft das Restrukturierungsprogramm „Simplify“. Es zielt auf jährliche Kosteneinsparungen von 200 Millionen Euro – verbunden mit dem weltweiten Abbau von rund 2.000 Arbeitsplätzen. In Regensburg sind dreistellige Stellenzahlen betroffen, da reife Produktlinien nach Asien verlagert werden.
Für 2026 erwartet das Unternehmen einen leicht rückläufigen Umsatz, belastet durch die Desinvestitionen, einen schwächeren US-Dollar sowie höhere Edelmetallpreise. Für das erste Quartal 2026 peilt ams OSRAM einen Umsatz von rund 760 Millionen Euro an.
Am 7. Mai 2026 legt das Unternehmen die Quartalszahlen vor. Dann wird sich zeigen, ob Entschuldung und Margenentwicklung im Tempo der eigenen Zielvorgaben voranschreiten – und ob das mittelfristige Ziel einer bereinigten EBITDA-Marge von über 25 Prozent im Halbleitergeschäft greifbare Konturen annimmt.
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