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ams-OSRAM Aktie: Kurs springt auf Fokus-Strategie an

ams-OSRAM verkauft Randgeschäfte, stärkt Automotive und Digital Photonics und erwartet im dritten Quartal bis zu 870 Millionen Euro Umsatz.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Aktie steigt um 4,6 Prozent
  • Metallsparte an Elmet veräußert
  • Infineon übernimmt Sensorgeschäft
  • Drittes Quartal mit 870 Millionen Euro

ams-OSRAM treibt die Konzentration auf optische Technologien und das automobile Kerngeschäft weiter voran. Nach mehreren Verkäufen von Randbereichen präsentierte das Unternehmen auf der Fachmesse Automechanika Frankfurt neue Lösungen für den Fahrzeug-Nachrüstmarkt. An der Börse stieß die Fokussierung auf Zustimmung: Das Papier legte heute um 4,6 Prozent auf 18,35 Euro zu.

Auf der Branchenmesse stellte der Konzern unter anderem neue Beleuchtungsprodukte wie die NIGHT BREAKER LED SPEED und NIGHT BREAKER LED VINTAGE sowie Scheibenwischer unter der Marke BETTER SIGHT vor. Zudem ging ein Scheinwerfermodell als Kandidat für den Innovationspreis der Messe ins Rennen.

Neben dem klassischen Automotive-Bereich baut das Unternehmen das Segment Digital Photonics aus, in dem Entwicklungsfortschritte bei microLED-Systemen für Augmented-Reality-Brillen sowie Lösungen für photonische Anwendungen erzielt wurden.

Dieser technologische Fokus markiert den Kern der laufenden Neuausrichtung. Das Management trennt sich gezielt von Aktivitäten außerhalb des optischen Geschäftsfelds, um Ressourcen zu bündeln und die Verschuldung schrittweise zu senken. Die Neuausrichtung soll das Profil als fokussierter Halbleiter- und Lichtanbieter schärfen.

Bereinigung des Portfolios schreitet voran

Der Rückzug aus Randaktivitäten wurde in den vergangenen Monaten forciert. Vor gut einer Woche unterzeichnete ams-OSRAM den Verkauf der Metallproduktionssparte am Standort Schwabmünchen an The Elmet Group Co.

Bereits am 1. Juli vollzog der Konzern zudem die Trennung von seinem nicht-optischen Sensorgeschäft an Infineon für 570 Millionen Euro. Für das CMOS-Bildsensorgeschäft wiederum war im Mai eine Vereinbarung über 40 Millionen Euro erzielt worden.

Die Zuflüsse nutzt das Unternehmen zur Verringerung seiner Verbindlichkeiten. Für den Rückkauf von Teilen ausstehender Anleihen kündigte das Management ein entsprechendes Rückkaufprogramm an. Gleichzeitig führt die Entkonsolidierung der veräußerten Einheiten zu einer schlankeren Struktur und verändert die operative Basis der verbleibenden Bereiche nachhaltig.

Ausblick auf das dritte Quartal

Vor rund zwei Wochen gab ams-OSRAM Einblick in die operative Entwicklung. Für das dritte Quartal stellt das Management einen Umsatz von bis zu 870 Millionen Euro in Aussicht. Die bereinigte EBITDA-Marge soll bei rund 16 Prozent liegen. Seit Jahresanfang verzeichnet die Aktie einen Zuwachs von 118 Prozent, womit sich die strategische Transformation auch in der Kursentwicklung widerspiegelt.

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