Ein Analysehaus wird deutlich optimistischer für ams-OSRAM: Jefferies hebt sein Kursziel von 21,00 auf 25,50 Franken an und bestätigt die Einstufung „Buy“. Auslöser ist eine neue Technologie, die das Unternehmen als Erweiterung seiner bestehenden Produktpalette präsentiert.
VCSEL-Laser als neuer Wachstumshebel
Im Zentrum der Neubewertung steht eine Mikro-Emitter-Lösung auf Basis von VCSEL-Lasern, die für optische Konnektivität eingesetzt werden soll. Analyst Janardan Menon sieht darin eine sinnvolle Ergänzung zur bestehenden MikroLED-Technologie des Unternehmens.
Aus seiner Sicht positioniert sich ams-OSRAM damit stark in einem Segment, das sowohl vertikale als auch horizontale Skalierung ermöglicht — sprich: Wachstum über mehrere Anwendungsfelder und Kundenbeziehungen hinweg.
Die Anhebung um mehr als 20 Prozent gegenüber dem vorherigen Ziel ist kein kleiner Nachschlag. Sie signalisiert, dass Jefferies der neuen Produktlinie erhebliches kommerzielles Potenzial zutraut, über die reine Weiterentwicklung bestehender Technik hinaus.
Der Markt reagierte prompt. Die Aktie legte am Tag der Studienveröffentlichung deutlich zu und handelte zeitweise mit einem Plus von mehr als 9 Prozent bei rund 24,80 Euro. Das aktuelle Jefferies-Kursziel liegt damit nur noch knapp über dem gehandelten Kurs — ein Zeichen dafür, wie schnell der Markt die neue Einschätzung bereits eingepreist hat.
Bemerkenswert ist der Kontrast zum breiteren Analystenbild: Der Durchschnitt mehrerer zuletzt abgegebener Kursziele liegt deutlich niedriger als die Marke von Jefferies, mit teils erheblichen Abweichungen nach unten. Das unterstreicht, wie unterschiedlich die Wachstumsstory rund um die neue Sensor- und Lasertechnologie derzeit von verschiedenen Häusern bewertet wird — von vorsichtiger Zurückhaltung bis zu ausgeprägtem Optimismus ist alles vertreten.
Für die kommenden Wochen dürfte entscheidend sein, ob weitere Analysehäuser dem Beispiel von Jefferies folgen oder an ihren zurückhaltenderen Einschätzungen festhalten. Die neue VCSEL-Lösung muss sich zunächst in konkreten Kundenaufträgen niederschlagen, damit aus der optimistischen Einzelmeinung ein breiterer Trend wird.
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