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Ams Osram Aktie: Infineon-Deal wartet auf Kartellamt

Der Konzern setzt auf Präzisions-Lasersysteme für die Landwirtschaft und treibt den Schuldenabbau mit einem 570-Millionen-Deal voran.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Fokus auf Agrar-Tech und Präzisionssysteme
  • 570 Millionen Euro von Infineon erwartet
  • Aktie verdoppelt sich seit Jahresbeginn
  • Sparkurs soll Schuldenlast drastisch senken

Ams Osram baut den Konzern radikal um. Bisher kannten Anleger das Unternehmen vor allem für Smartphone-Sensoren und Autolicht. Jetzt rückt die professionelle Landwirtschaft in den Mittelpunkt. Das Kalkül scheint aufzugehen.

Agrar-Tech bringt neue Aufträge

Auf der GreenTech-Messe in Amsterdam zeigte der Konzern vergangene Woche seine neue Ausrichtung. Präzisions-Lasersysteme vernichten Unkraut völlig ohne Chemie. Spezielle Sensoren überwachen den Wasserhaushalt der Pflanzen. Hinzu kommen hocheffiziente LEDs für Gewächshäuser.

Diese Nische wächst rasant. Im ersten Quartal meldete das Segment für Industrie und Medizin deutlich mehr Aufträge. Besonders in den USA und Europa steigt die Nachfrage nach Agrar-Technologie. Ams Osram diversifiziert damit gezielt abseits der bekannten KI-Themen.

Millionen-Deal vor Abschluss

Die technologische Neuausrichtung flankiert das Management mit einem harten Sparkurs. Das Ziel: weniger Schulden. Bis 2028 will das Unternehmen seine Finanzierungskosten massiv drücken.

Ein zentraler Baustein dafür liegt bereits auf dem Tisch. Infineon kauft das nicht-optische Sensorgeschäft der Österreicher. Dafür fließen 570 Millionen Euro in bar.

Kursrallye mit Schwankungen

An der Börse honorieren Investoren diesen Umbau. Allein am Freitag sprang die Aktie um gut sechs Prozent auf 20,10 Euro. Seit Jahresbeginn hat sich der Wert des Papiers damit weit mehr als verdoppelt.

Trotz der Rallye ist die Aktie technisch nicht überkauft. Der RSI-Indikator signalisiert aktuell eine neutrale Bewertung. Dennoch bleibt das Papier hochvolatil und notiert rund ein Viertel unter dem Jahreshoch von 26,70 Euro.

Kurzfristig richten Marktbeobachter den Blick nun auf Bonn. Sobald das Bundeskartellamt den Infineon-Deal offiziell absegnet, fließt die dringend benötigte halbe Milliarde in die Kassen.

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